Sega ist offenbar an der Übernahme anderer Videospielhersteller interessiert. Ein erster Deal, der bereits abgeschlossen wäre, ist laut Aussagen eines Sega-Managers kurz vor der Bekanntgabe auf der E3 geplatzt.

Sega will offenbar auf Einkaufstour gehen. Dies ließ Vice President Charles Bellfield gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters durchblicken. Die Japaner haben sich selbst zum Ziel gesetzt, noch in diesem Jahr zweitgrößter Spielepublisher in den USA zu werden, bis 2004 soll Sega dann an der Spitze stehen. Laut Bellfield gibt es derzeit lediglich einen unabhängigen Publisher, der für einen Kauf nicht in Frage käme: Electronic Arts. Ein erster Deal war sogar schon fast perfekt, wurde jedoch kurz vor der E3, auf der das Geschäft publik gemacht werden sollte, wieder fallen gelassen. Ein weiterer Punkt des Gesprächs war auch Segas Europastrategie. Die Japaner haben Pläne, ab 2003 wieder stärker direkt in den europäischen Markt involviert zu sein, so Bellfield. Da er keine genaueren Informationen preisgeben wollte, dürfte nun die Gerüchteküche ins Brodeln kommen: In Europa arbeitet Sega mit Infogrames zusammen. Der Vertrag läuft jedoch Ende März 2003 aus.

Share this post

Written by

Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.