Sidiropoulos: Handel und Industrie tragen Mitschuld
Auch Efthimios Sidiropoulos, Produktgruppenmanager McMedia, steigt in die Preisdikussion ein: Das Preisgefüge für Games in Deutschland stimme nicht mehr. Die Gründe seien vielseitig und lägen u. a. in der Bundlepolitik der Hardwarehersteller.
"Leider hat Dr. Meutsch Recht - das Preisgefüge für Games stimmt nicht mehr, zumindest was den deutschen Markt betrifft", stimmt Efthimios Sidiropoulos, Produktgruppenmanager McMedia, in einem gegenüber games.markt den kürzlich getroffenen Aussagen des THQ-Geschäftsführers zu. In anderen Ländern spiele der Preis keine so große Rolle. Sidiropoulos ist davon überzeugt, dass die wirtschaftliche Lage ein Hemmschuh für den Markt ist. "Aber ich glaube, dass sowohl der Handel als auch die Industrie mit Schuld daran tragen, dass immer weniger Endverbraucher bereit sind, 60 Euro für ein PS2-Spiel auszugeben", so Sidiropoulos. Die Flut zweitklassiger Titel, die daraus resultierende rasche Zweitvermarktung und die übermäßig vielen Hardwarebundles zählt er u. a. als Gründe auf. "Hier muss dringend wieder der 'Normalzustand' hergestellt werden", fordert Sidiropoulos. Gleichzeitig bemängelt er, dass der deutsche Handel es bis heute nicht geschafft habe, Videogames attraktiv genug zu präsentieren und diese mit mehr "Leidenschaft" zu verkaufen. Stattdessen wolle jeder der Günstigste im Markt sein.