gehörte im letzten Jahr zu den ersten Publishern, die für PC-Games die Slim Case als Verpackung eingeführt haben. Im Gespräch mit Entertainment Markt zieht , Marketing Director GSA bei Electronic Arts, eine erste Zwischenbilanz.

Entertainment Markt: Wie sehen Ihre Erfahrungswerte mit der Slim Case aus? Hat sich diese Verpackung bereits etablieren können?

Oliver Kaltner: Die Slim Case, sprich die DVD-Verpackung für interaktive Computerspiele, hat sich im Markt sicherlich noch nicht etabliert. Das ist ein Prozess, den wir in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten sehen, ehe sich solche Veränderungen tatsächlich als etabliert ansehen lassen können. Wir sind aber zuversichtlich, auch oder gerade wegen des sehr unterschiedlichen Feedbacks, dass sich diese Verpackung durchsetzen lässt. Denn eines ist ganz deutlich: Der Verbraucher nimmt die Slim Case sehr positiv an, während der Handel sicherlich noch ein Stück damit zu kämpfen hat, nicht zuletzt wegen eigener, teils wenig flexibler Regalsysteme. Hier sind Lösungstendenzen erkennbar.

Entertainment Markt: Ist das tatsächlich so, dass der Endverbraucher die Verpackung annimmt? Gab es keine Irritationen?

Oliver Kaltner: Irritationen konnten wir überhaupt nicht feststellen. Der Bereich, in den wir aber sicherlich noch ein Stück investieren müssen, ist die so genannte Visability. Wenn eine Slim Case neben einer normalen Eurobox platziert ist, nimmt man die Eurobox aufgrund der Verpackungsgröße zuerst wahr. Das wussten wir aber von vornherein und haben diesen Effekt entsprechend miteinkalkuliert. Deshalb haben wir ja auch die Veröffentlichungsphase unserer Toptitel genutzt, um die innovative Verpackungseinheit einzuführen. Das Feedback der Kunden zeigt, dass die Vorteile dieser Verpackung - u.a. weniger Volumen, dadurch bessere Archivierung - gesehen werden. Wir wissen aber auch, dass es Optimierungsbedarf gibt, beispielsweise wenn man zwei CDs beilegt. Bei "C&C: Alarmstufe Rot 2" haben wir noch keine optimale Lösung für die zweite CD angeboten. Aber wir lernen aus dem Feedback unserer Kunden. Kurzum: Wir haben insgesamt eine gute Resonanz bekommen und haben diese an die Produktion weitergegeben, damit wir unsere Kunden künftig mit optimierten Verpackungseinheiten ausstatten können.

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