Anhand des Films "Shakespeare in Love" zeigt Sony Computer Entertainment der japanischen Presse, dass die DVD-Funktion der PlayStation2 ohne Weiteres mit derzeit erhältlichen DVD-Playern mithalten kann.

Mit der Spielekonsole PlayStation2, die am 4. März in Japan auf den Markt kam, wird bekanntermaßen auch das Abspielen von DVDs möglich sein. Sony Computer Entertainment Inc. (SCEI) demonstrierte die Qualität der Funktionen beim PlayStation Festival 2000, das vom 18. bis 20. Februar in Japan stattfand. Laut Sony kann sich das Videospielgerät problemlos mit derzeit gängigen High-End-DVD-Playern messen. Zum Vergleich zog der Konsolengigant Geräte von Matsushita, Pioneer und Sony selbst heran und trat anhand der Filme "Shakespeare in Love" und "Matrix" den Qualitätsvergleich an.

Ken Kutaragi, Präsident SCEI: "Die Bildauflösung der PS2 für DVD-Video ist genauso gut wie bei den DVD-Playern." Der Unterschied: Bei der PS2 kommt kein Chip zum Einsatz, wie es in konventionellen DVD-Playern der Fall ist. Diesen Part übernimmt eine besondere Software, die über eine Treiberdisc im ersten Memory-Slot abgespeichert wird. Auch trat SCEI erfolgreich allen Gerüchten entgegen, PS2 würde Zusatzfunktionen wie unterschiedliche Kamerawinkel und Sprachuntertitelung nicht ausführen können. Im Gegenteil: Die potenzielle Wunderwaffe von Sony unterstütze sogar die meisten gängigen Tonformate wie Dolby Digital und DTS.

Die japanische Videobranche erhofft sich von dem Launch eine schnell steigende Haushaltspenetration mit DVD-Videospielern, zumal die Konsole umgerechnet nur rund 750 Mark kostet und SCEI bereits in der Startwoche eine Mio. Einheiten ausliefern will. In Deutschland soll die PlayStation2 im Herbst ausgeliefert werden.

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