Sony hält an Renditezielen fest
Der japanische Elektronikkonzern Sony hat auf seiner Jahreshauptversammlung an der für das Bilanzjahr 2006 geplanten Umsatzrendite festgehalten. Analysten glauben jedoch kaum, dass Sony eine Umsatzrendite von zehn Prozent einfahren wird.
Der japanische Elektronikkonzern Sony hat auf seiner Jahreshauptversammlung an der für das Bilanzjahr 2006 (mit Ende März 2007) geplanten Umsatzrendite in Höhe von zehn Prozent festgehalten. Analysten und Aktionäre gaben sich jedoch nicht annähernd so optimistisch, schließlich liegt die Prognose für die operative Marge im laufenden Geschäftsjahr bei mageren 2,1 Prozent. Ein Analyst der Bank Merrill Lynch rechnet, Informationen der "Financial Times" zufolge, für 2006 nur mit einer Gewinnmarge von etwas über fünf Prozent, was dem Industriedurchschnitt entsprechen würde. Wenn Sony seine ehrgeizigen Zielen verwirklichen wolle, müssten neben radikalen Restrukturierungen auch "einzigartige und höchst originelle Produkte" auf den Markt kommen. Und damit sieht es zum Beispiel im Wachstumsmarkt DVD und Flachbildschirme recht überschaubar aus bei Sony: Im Unterschied zu den Konkurrenten Panasonic und Sharp hat man zur Olympiasaison keine neuen Geräte in diesem Segment vorgestellt. Hoffnungsträger dagegen sind nach wie vor Digitalkameras und die noch für dieses Jahr erwartete Play Station Portable (PSP) sowie das Musikabspielgerät Vaio Pockt, das dem Apple iPod Konkurrenz machen soll. Um die eigenen Zielsetzungen erreichen zu können, hat Sony einen restriktiven Sparplan vorgelegt, wonach 13 Prozent der Arbeitsplätze wegfallen und etwa ein Drittel der Fabriken geschlossen werden sollen.