Sony Interactive legt massiv zu
Sony hat seine Bilanz vorgelegt und der Geschäftsbereich Game & Network Services erweist sich weiter als Wachstumsmotor. Selbst der Umsatz mit physischen Games legte zu, verliert aber weiter an Gewicht.
Der Sony-Kontern hat seine Jahresbilanz vorgelegt. Der Konzernumsatz stieg leicht auf 8,7 Billion Yen an, umgerechnet 69,6 Mrd. Euro. Der Nettogewinn wird mit 966,6 Mrd. Yen angegeben, das sind umgerechnet 7,8 Mrd. Euro. Die Auswertung nach den einzelnen Geschäftsbereichen zeigt: Das PlayStation-Geschäft ist weiter eine sichere Bank für Sony. Der Umsatz im Bereich Game & Network Services stieg von 1,94 Billion Yen auf 2,31 Billion Yen, das sind 18,6 Mrd. Euro. Der operative Gewinn sprang von 177,5 Mrd. Yen auf 311,1 Mrd. Yen oder rund 2,5 Mrd. Euro. Sony Interactive Entertainment hat damit maßgeblich zum Gesamtplus des japanischen Elektronikkonzerns beigetragen.
Spannend sind aber vor allem auch die Daten aus dem Segment Game & Network Services selbst. Hier zeigt sich, dass die Umsätze mit der PS4-Hardware im vergangenen Geschäftsjahr leicht rückläufig waren. Dies deckt sich mit der Zahl ausgelieferter Konsolen. Sie ging im vergangenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Millionen Einheiten zurück. Allerdings hat Sony trotzdem beeindruckende 17,8 Millionen Konsolen ausgeliefert. Und mit einem Einbruch ist nicht zu rechnen. Für das bis Ende März 2020 laufende Fiskaljahr rechnet Sony Interactive Entertainment mit rund 16 Millionen ausgelieferten PS4. Damit ist auch klar: In wenigen Wochen wird die PS4 die Marke von 100 Millionen verkauften Konsolen durchbrechen.
Das große Geld verdienst man im Konsolengeschäft aber mit der Software. Und hier legte Sony sogar zu. 257,6 Millionen PS4-Spiele wurde im Berichtszeitraum ausgeliefert. Das sind 10,7 Millionen Spiele mehr als im Vorjahr. Der Anteil digital verkaufter Vollversionen betrug über das Fiskaljahr 37 Prozent. Er ist damit im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozentpunkte angestiegen. Da aber vor allem auch Zusatzinhalte digital vermarktet werden ist der Digitalanteil am Games-Umsatz höher: Von den 1,29 Billionen Yen, die Sony mit dem Verkauf von Spielen oder Spieleinhalten umsetzte, wurden nur 191,5 Millionen Yen durch den physischen Verkauf generiert. Das sind umgerechnet aber immer noch 1,5 Mrd. Euro. Bemerkenswert ist weiter, dass der Umsatz mit dem Verkauf von Box-PS4-Spielen im Vergleich zum Vorjahr stieg.
Last not least gab Sony Interactive auch ein Update seiner PlayStation Plus Abonnentenzahlen. Die lag im letzten Quartal des vergangenen Geschäftsjahrs bei 36,4 Millionen. Das sind 100.000 PSPlus-Nutzer mehr als dritten Geschäftsjahresquartal und 2,2 Millionen Nutzer mehr als im Q4 des vorherigen Fiskaljahrs. Im Vergleich zum Q4 des Geschäftsjahres 2016 hat Sony Interactive Entertainment sogar rund zehn Millionen PSPlus-Abonnenten gewonnen.