Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben VUD und GVU zum Auftakt der GC - Games Convention auf die Raubkopieproblematik in Deutschland hingewiesen. Am GC-Pressetag vernichteten die Organisationen Raubkopien mit einem Schwarzmarktwert von rund 140.000 Euro.

2003 wurden laut GfK 54 Mio. Datenträger mit Kopien von Computer- und Videospielen bespielt. Durch das illegale Kopieren gehen den Spieleherstellern nach VUD- und GVU-Angaben jährlich 400 Mio. Euro Umsatz verloren. Am Mittwoch, dem 18. August, haben die beiden Organisationen mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion auf die Problematik aufmerksam gemacht.

Im Vorfeld der Eröffnungskonferenz der GC - Games Convention wurden 20.000 Spieleraubkopien aus den Beschlagnahmebeständen der GVU mit einem Häcksler vernichtet. Den Schwarzmarktwert beziffern VUD und GVU auf gut 140.000 Euro. "Wir wollen mit dieser Aktion einmal bildhaft deutlich machen, welches Ausmaß das illegale Kopieren mittlerweile erreicht hat", erklärte VUD-Hauptgeschäftsführer Ronald Schäfer die Vernichtung der Raubkopien.

"Besonders vor dem Hintergrund der digitalen Technik, bei der Kopien gegenüber dem Original keinen Qualitätsverlust erleiden, sind außerordentliche Anstrengungen und Maßnahmen zur Eindämmung des Raubkopierens dringend geboten."

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