Bei Deutschlands größtem Handelskontern Metro stehen die Zeichen auf Veränderung. Nachdem die Haniel-Familie einen Verkauf ihrer Anteile bekannt gab will sich offenbar auch Ceconomy seine Anteile an die gleichen Investoren verkaufen, zwei Milliardäre aus Tschechien und der Slowakei.

Es ist ein Deal, der die Machtverhältnisse im Handel in Deutschland verändert: Bei der Metro bahnt sich eine grundlegende Verschiebung der Aktionärsstruktur an. Zunächst wurde laut Medienberichten bekannt, dass sich die Haniel-Familie von ihren Anteilen trennen will. Sieben Prozent der Metro-Aktien sollten sofort an die Investoren Patrik Tkác aus der Slowakei und Daniel Ketinsky aus Tschechien veräußert werden. Zudem sollen sie eine Option auf den Kauf der übrigen 15 Prozent der Metro-Anteile erhalten, die im Besitz der Haniel-Familie ist.

Nur wenig später vermelden unter anderem "Lebensmittelzeitung" und "FAZ", dass auch Ceconomy den Verkauf seiner Anteile prüft. Offenbar spricht das Mutterunternehmen der Media-Saturn-Gruppe diesbezüglich mit einem Unternehmen, das Ketinsky gehört. Eine Entscheidung soll aber noch nicht gefallen sein. Ceconomy hält rund zehn Prozent der Metro-Aktien.

Sollte es tatsächlich auch zu einem Verkauf des Ceconomy-Anteils kommen und sollten die Investoren ihre Option zur Übernahme der übrigen 15 Prozent der Haniel-Familie ziehen, hätten sie einen Anteil von über 30 Prozent zusammengekauft.Sie wären damit gesetzlich verpflichtet, den übrigen Metro-Aktionären ein Übernahmeangebot zu unterbreiten.

Share this post

Written by

Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
Hesse Plans Gamescom Booth, Reception with Minister and Continues ‘Making Games in Hessen’
Hesse's Minister for Economic Affairs, Kaweh Mansoori, is set to open the planned reception at the Hesse booth at gamescom | Picture: Peter Jülich/HMWVW

Hesse Plans Gamescom Booth, Reception with Minister and Continues ‘Making Games in Hessen’

By Stephan Steininger 1 min read