Stoiber fordert erneut Verleihverbot
Kanzlerkandidat Edmund Stoiber hat sich nochmals für ein Verleihverbot Gewalt verherrlichender Filme und Spiele in Videotheken ausgesprochen.
Edmund Stoiber hat seine Ansicht bekräftigt, dass die Vermietung von Gewalt verherrlichenden Filmen und Spielen in Videotheken generell verboten werden müsste. Das sagte der Kanzlerkandidat der Union der Onlineredaktion des ZDF am Rande einer Fernsehaufzeichnung. Wörtlich soll Stoiber gesagt haben: "Volljährige leihen sich Gewaltvideos und -spiele aus und schauen oder spielen sie dann mit Minderjährigen. Deshalb muss es ein Verbot geben." Stoiber bedauerte, dass die Bundesregierung noch kein entsprechendes Gesetzesvorhaben plane. Bereits im Februar 2000 hatte auf Initiative des Freistaats Bayern der Bundesrat ein Vermietverbot "schwer jugendgefährdender Videofilme und Computerspiele" gefordert, um zu verhindern, dass diese von Volljährigen an Minderjährige weitergegeben würden.