Swing! stoppt Neuinvestitionen
Das Geschäftsjahr 2001/02 ist für Swing! bisher enttäuschend verlaufen. Für die ersten neun Monate musste ein EBIT von minus 1,816 Mio. Euro ausgewiesen werden. Steigende Herstellungskosten und zahlreiche Releaseverschiebungen könnten jetzt dazu führen, dass Projekte eingestellt werden.
Die Swing! Entert@inment Media AG musste in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 21 Prozent auf 9,39 Mio. Euro verbuchen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel von rund 1,15 Mio. Euro auf rund minus 1,8 Mio. Euro. Die Aktie fiel damit um 29 Cent. Für diese Geschäftsentwicklung macht der Publisher vor allem steigende Herstellungskosten verantwortlich.
Steigende Herstellungskosten drücken Ergebnis
Allein im 3. Quartal summierten sich die Ausgaben auf 3,41 Mio. Euro und lagen damit weit über dem erzielten Quartalsumsatz von 2,31 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten addierten sich die Herstellungskosten auf insgesamt 8,21 Mio. Euro - inklusive zwei Mio. Euro für ein mittlerweile abgeschriebenes Spieleprojekt, dessen Entwicklung 87 Prozent des Gesamtumsatzes verschlungen hat. Belastend waren zudem nicht erwartete Softwareverkäufe im Segment Game Boy Advance sowie ausbleibende Nachbestellungen für bereits veröffentlichte Produkte.
Auch im 4. Quartal ist voraussichtlich ein negatives Ergebnis zu erwarten. Wie bereits angekündigt, können mehrere Produkte nicht termingerecht fertig gestellt werden. In einzelnen Fällen könnte dies bedeuten, dass eine Verschiebung eine Einstellung der Projekte bedeutet. "Auf Grund von unzureichenden Leistungen der Vertragspartner erscheint die Fertigstellung nicht gesichert", erklärte der Unternehmensvorstand. Langfristig erwartet die Gesellschaft aber einen nachhaltig positiven Geschäftsverlauf.
Obwohl in Folge der aktuellen Produktverschiebungen Neuinvestitionen zurückgestellt werden müssen, soll das nächste Geschäftsjahr wieder an die erfolgreichen Vorjahre anknüpfen. Besonders die Titel "Shadowbane" und "Enclave" (für letzteres konnte Swing! Vivendi Universal als US-Distributionspartner gewinnen) würden gute Absätze versprechen.