Unterschiedlicher hätten die aktuellen Quartalsbilanzen der beiden deutschen Publisher CDV und Swing! gar nicht ausfallen können. Während CDV ein sattes Umsatzplus einfuhr und damit die Verlustzone verlassen konnte, schlägt Swing! den umgekehrten Weg ein.

Die CDV AG steht trotz konjunktureller Schwäche gut da. Im bilanzierten 3. Quartal 2002 konnte der Karlsruher Publisher einen Umsatz nach Retouren von 7,1 Mio. Euro verbuchen. Das entspricht einer Steigerung von knapp 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn nach Steuern beläuft sich auf rund 700.000 Euro, nach einem Verlust von 100.000 Euro im 3. Quartal 2001. "Allein im September hatten wir mehrere attraktive Neuerscheinungen, die mittlerweile auch international ausgewertet werden", begründete Vorstandsvorsitzender Wolfgang Gäbler das gute Ergebnis von CDV. Nach eigenen Angaben steht die AG mit 14,1 Mio. Euro Eigenkapital und 3,6 Mio. Euro an liquiden Mitteln weiterhin auf einem sicheren finanziellen Fundament.

Situation von Swing! weiter "kritisch"

Eben jenes fehlt derzeit der Swing! Entert@inment Media AG. Nach deren 1. Quartal 2002/2003 betragen die liquiden Zahlungsmittel 405.000 Euro. Die Situation des Unternehmens sei deshalb weiterhin als kritisch zu betrachten, vermeldete Swing! in einer börsenüblichen Ad-hoc-Mitteilung. An Umsätzen wurden im Zeitraum Juli bis September dieses Jahres 2,87 Mio. Euro erwirtschaftet - ein Minus von 0,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Das EBIT beläuft sich auf minus 23.000 Euro, nach plus 313.000 Euro im Vorjahr. Für das jetzt laufende 2. Quartal erwartet Swing! einen deutlichen Umsatzeinbruch auf rund 550.000 Euro. Ohne Neuveröffentlichungen im Quartal soll der Umsatz ausschließlich über Nachbestellungen und Nachvermarktungen erzielt werden. Zwar habe man derzeit rund 16 Titel in der Pipeline, diese würden allerdings allesamt auf das 3. und vor allem auf das 4. Quartal entfallen. Es bleibt zu hoffen, dass Swing! die Durststrecke des 2. Quartals unbeschadet übersteht und sich die in den letzten Monaten in den Programmbereich getätigten Investitionen auch tatsächlich auszahlen werden. Diese sind nämlich enorm für ein mittelständiges Unternehmen, wie die Quartalsbilanz offen legt. Rund 9,85 Mio. Euro werden für immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen, wobei es sich mit rund 9,82 Mio. Euro fast ausschließlich eben um jene Investitionen in den Programmbereich handelt.

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