T-Commerce auf dem Vormarsch
Nach Ansicht der Beratungsfirma Diebold kommen Shoppingangebote im interaktiven Fernsehen den Kundenwünschen sehr entgegen und sind ein Wachstumsmarkt. Dennoch werde das Fernsehgerät den Computer beim Onlineeinkauf nicht ablösen.
Der elektronische Handel übes Fernsehen, der so genannte T-Commerce, hat eine große Zukunft. Davon geht die Management- und Technologieberatungsfirma Diebold aus, die Geschäftsmodelle im Bereich interaktives Fernsehen (iTV) untersucht hat. "Interaktive Inhalte wie Shoppingangebote, Ratespiele und Abstimmungen sind für den Konsumenten besonders attraktiv und locken den Zuschauer aus der passiven Haltung der bisherigen Fernsehgewohnheiten", sagt Diebold-Berater Christoph Hüning. T-Commerce ermögliche dem Nutzer, seine Kaufwünsche spontan zu verwirklichen. Nach Hünings Ansicht entscheiden Bequemlichkeit, einfache Bedienung und geringe Kosten über den Erfolg des Einkaufs per Fernsehgerät. Voraussetzung für iTV und damit T-Commerce sei eine umfassende Breitbandinfrastruktur. Die Zahl der Breitbandanschlüsse werde in Deutschland im Jahr 2005 schätzungsweise bei zehn Mio. liegen. Beim Internetzugang werde das iTV dem PC aber nicht den Rang ablaufen. Vielmehr werde es eine Koexistenz beider Medien geben. Diebold schätzt, dass im Jahr 2005 in Europa 75 Prozent der Haushalte mindestens einen Internet-PC besitzen, 65 Prozent werden über TV Onlinezugang haben und fünf Prozent Web-Terminals nutzen.