Take 2 Interactive benötigt für die testierten Zahlen des am 31. Oktober beendeten Geschäftsjahres und des vierten Quartals mehr Zeit als zunächst angenommen. Dennoch veröffentlichte der US-Publisher Geschäftszahlen auf Pro-Forma-Basis.

Take 2 Interactive hat die Pro-Forma-Zahlen für das am 31. Oktober beendete Geschäftsjahr und das vierte Quartal vorgelegt. Das testierte Ergebnis benötigt länger als gedacht, da neue Bestimmungen im US-Börsenrecht zunächst eingerechnet werden müssen. Die vorläufigen Zahlen übertreffen die revidierte Ergebnisprognose von Anfang November, als das Unternehmen nach dem zum Skandal aufgebauschten "Hot Coffee"-Mod die Jahresprognose auf einen Umsatz zwischen 1,180 und 1,185 Mrd. Dollar senken musste. Dieses Ergebnis wurde mit dem nun bilanzierten Nettogewinn von 53 US-Cent je Aktie bei 1,2 Mrd. Dollar Umsatz deutlich übertroffen. Für das vierte Quartal stehen 27 US-Cent Gewinn je Aktie und 308 Mio. Dollar Umsatz zu Buche. Highlights waren "GTA: Liberty City Stories" für Sonys PlayStation Portable sowie "GTA: The Trilogy" für die Microsoft Xbox. Die Unternehmensführung geht davon aus, das testierte Ergebnis innerhalb der gefoderten Fristen bei der Securities and Exchange Commission einreichen zu können.

Die Aussichten für das bis Ende Januar laufende erste Quartal und das aktuelle Geschäftsjahr sind nicht ganz so rosig. Das Weihnachtsgeschäft in den USA und Europa verlief schlechter als erwartet, teilte Take 2 mit. Zudem wurden die Veröffentlichungen von "Top Spin 2" und "College Hoops 2K6" in das zweite Quartal verschoben, was sich negativ auf das Ergebnis des ersten Quartals niederschlägt. Die bislang prognostizierten 300 bis 350 Mio. Dollar Umsatz könnten daher nicht mehr erzielt werden. Derzeit rechnet man in der New Yorker Unternehmenszentrale mit 230 bis 250 Mio. Dollar Umsatz und einem negativen Ergebnis je Aktie. Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr wollte Take 2 nicht geben. Dennoch bereitete die Unternehmensführung die Aktionäre bereits auf schlechtere Zeiten vor. Das Jahresergebnis 2006 werde deutlich unter den bisherigen Prognosen liegen.

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