"Driv3r" soll in dem Genre, das mit "Driver 1" quasi begründet wurde, neue Akzente setzen. Wodurch genau, erläutert Reflections-Boss Martin Edmondson.

» Was war bei "DRIV3R" am schwierigsten zu programmieren?

Martin Edmondson: Aus technischer Sicht war das zweifellos die Spielphysik - die Schatten und die Effekte in der Geschwindigkeit auf der PS2 zum Laufen zu bringen, wie sie es jetzt tun. Denn die PS2 ist eine sehr komplexe Maschine. Eine sehr große Herausforderung war die Programmierung der Städte und deren Größe. Es gibt 35.400 Gebäude im Spiel und all diese Hügel. Du hast gesehen, wie detailliert sie sind. Sie wurden manuell von Leuten im Studio positioniert.

» Welche der Städte Istanbul, Miami und Nizza ist deine Lieblingsstadt?

Das ist eine interessante Frage. Im richtigen Leben eigentlich Miami. Im Spiel dagegen Nizza. Denn Nizza ist eine besondere Fahrherausforderung im Spiel. Es geht da richtig die Berge hinauf. Der Spieler sieht die Tunnel, die nach Monaco führen. Das ist einfach fantastisch. Die Szenerie ist wirklich wundervoll. Das Fahren in Miami dagegen ist mehr oder weniger wie eine Trainingsstunde. Es gibt dort keine Berge, keine Kurven. Nur gerade Straßen. Es macht dort nicht ganz so viel Spaß herumzufahren wie in Nizza.

» "Driv3r" wird auf PC, Xbox und PS2 erscheinen. Ist eine Handheld-Umsetzung für GBA oder N-Gage geplant?

Möglicherweise wird es für beide Systeme Versionen geben. Das ist aber noch nicht spruchreif. Und dann würde das auch ein externes Studio umsetzen. Das wird irgendwann in der Zukunft sein.

» Ändert sich das Gameplay in den einzelnen Städten?

Nur deswegen, weil die Städte so verschieden sind. Die Fahrweise ist anders. Das Fahren in Miami ist sehr einfach und offen. In Nizza dagegen muss Undercover-Cop Tanner gegen die Hügel bestehen. In Istanbul sind wiederum die Straßen sehr eng. Da hat er es mit kleinen Gassen zu tun. Es wird immer schwieriger.

» Wieviel Stunden Gameplay bietet das Spiel?

Das ist schwer zu sagen, da das Spiel noch nicht ganz fertig ist. Ich schätze einfach mal 15 Stunden. Aber das ist wirklich nur eine Schätzung. Es hängt auch davon ab, wie du das Spiel angehst. Bei manchen Missionen ist entscheidend, ob der Spieler ein Boot oder ein Auto benutzt. Das macht einen riesigen Unterschied. In einer Mission etwa hat man die Wahl einen Truck oder ein Auto zu benutzen. Die Shoot-out-Sequenzen können zu Fuß beendet werden, oder man versucht, die Leute mit dem Auto zu rammen.

» Aus wie vielen Fahrzeugen kann der Spieler insgesamt auswählen?

Aus ungefähr 70. Darunter sind Autos, Trucks, Vans, Kräne, Fahrräder, Boote, Gabelstapler usw. Lauter Fahrzeuge, mit denen SpielheldTanner in eine Verfolgungsjagd verwickelt sein könnte.

» Warum gibt es keinen Multiplayer-Mode?

Weil wir das Spiel vor vier Jahren für PS2 und Xbox designt haben. Damals war es unwahrscheinlich, dass der Onlinemarkt groß genug wird, die zusätzlichen Kosten zu rechtfertigen. Da wären locker einige Millionen Dollar zu den Produktionskosten hinzugekommen. Wir beschlossen damals, dass es das nicht wert wäre. Solange nicht mindestens sechs Prozent der Leute Onlinefunktionen nützen, lohnt sich der Aufwand nicht.

» Vielen Dank für das Gespräch!

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