THQ verlegt den Schwerpunkt im laufenden Geschäftsjahr auf die Quartale drei und vier. Während die Bilanz für das jetzt abgelaufene Quartal ein Minus ausweist und auch das zweite Quartal aller Voraussicht nach mit Verlusten beendet wird, erhöhte der Publisher die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr.

THQ hat im zum 30. Juni beendeten 1. Quartal bei 88,2 Mio. Dollar Umsatz ein Minus von 3,9 Mio. Dollar oder 10 US-Cent je Aktie eingefahren. Im Vorjahr lagen Umsatz und Verlust bei 98,1 bzw. 3,6 Mio. Dollar. Erfolgreichster Titel war "Full Spectrum Warrior", der sich laut THQ weiterhin hervorragend verkaufe. Auch für das laufende 2. Quartal geht der Publisher von einem negativen Betriebsergebnis aus: Bei 82 Mio. Dollar Umsatz werden 20 US-Cent Verlust je Aktie erwartet. In die Vollen geht THQ dann in der zweiten Fiskaljahreshälfte. Während zum Weihnachtsgeschäft Filmlizenzen wie "The Incredibles - Die Unglaublichen", "The SpongeBob SquarePants Movie" oder "Der Polarexpress" ins Rennen gehen, wurde das mit viel Vorschusslorbeeren versehene "S.T.A.L.K.E.R. - Shadow Of Chernobyl" auf das 4. Quartal und damit Anfang 2005 verschoben. "Im 4. Quartal werden wir neben 'S.T.A.L.K.E.R.' auch 'Destroy All Humans!' und 'The Punisher' auf den Markt bringen. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Zeit nach dem Weihnachtsgeschäft der ideale Zeitpunkt ist, um neue Marken in den Markt einzuführen", sagte Brian Farell, President und CEO von THQ. Analysten sehen in dem neuen Veröffentlichungstermin auch ein Zeichen dafür, dass immer mehr Publisher das hart umkämpfte Weihnachtsgeschäft mit ihren neuen Toptiteln umgehen. Zu groß sei die Gefahr, mit einem neuen Spiel in der weihnachtlichen Produktflut unterzugehen. THQ ist sich sicher, dass die neue Strategie aufgehen wird. Für das Gesamtjahr erwartet der Publisher einen Nettogewinn von 1,10 Dollar je Aktie bei 680 Mio. Dollar Umsatz.

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