Ubisoft ist Wii-Marktführer
Dank eines perfekten Wii-Starts und erfolgreicher Titel für Xbox 360 sowie Nintendo DS lief das dritte Quartal von Ubisoft zur vollsten Zufriedenheit der Unternehmensführung. Nicht nur wurde das Vorjahresergebnis um 24 Prozent übertroffen, auch die eigenen Erwartungen wurden getoppt.
Ubisoft bilanziert dank eines perfekten Wii-Starts und erfolgreicher Titel für Nintendo DS sowie Xbox 360 ein äußerst erfolgreiches drittes Quartal. Zum Stichtag 31. Dezember belief sich der Konzernumsatz auf 311 Mio. Euro, was einem Plus von 24 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Aber nicht nur gegenüber dem Vorjahr wurde wie prognostiziert ein deutliches Plus erwirtschaftet, auch die hochgesteckten Erwartungen des Vorstands wurden nochmals übertrumpft. Ursprünglich rechnete die Unternehmensführung mit einem Zuwachs von lediglich zwölf Prozent.
Maßgeblich am erfolgreichen Abschneiden beteiligt waren Titel für Nintendos neue Konsole Wii. Aus dem Stand eroberte Ubisoft mit Spielen wie "Rayman: Raving Rabbids" oder auch vor allem "Red Steel" nach Unternehmensangaben in den USA und Europa die Marktführerschaft auf der noch jungen Plattform. Mit 29,2 Prozent Marktanteil in Europa und 18 Prozent in den USA bilden die Franzosen derzeit die Speerspitze unter den unabhängigen Wii-Publishern. Da überrascht es auch wenig, dass Wii-Spiele im Plattformmix bereits für 21 Prozent der Ubisoft-Umsätze verantwortlich zeichnete. Erste Alterssymptome zeigt hingegen Sonys PlayStation 2, deren Umsatzanteil im Jahresvergleich von 41 Prozent auf 15 Prozent absackte. Stärkste Plattform war mit 18 Prozent Umsatzanteil Microsofts Xbox 360. Weitere Kernmarken liefen im dritten Quartal zudem zu Höchstform auf. Einen großen Anteil am guten Ergebnis rechnet Ubisoft daher den Actionern "Rainbow Six: Vegas" sowie "Splinter Cell: Double Agent" zu.
Und das laufende vierte Quartal soll nahtlos ans Weihnachtsquartal anschließen. Positiv stimmt, dass mit "Ghost Recon: Advanced Warfighter 2" für Xbox 360, PlayStation Portable und PC ein Nachfolger zu einem der Überraschungshits 2006 in der Pipeline steht. Mehr als 2,9 Mio. Einheiten des populären Vorgängers setzten die Franzosen Life-to-Date ab. In vergleichbare Absatzhöhen soll nun im vierten Quartal auch der Nachfolger aufsteigen. Entsprechend rechnet Ubisoft für den aktuellen Dreimonatszeitraum mit einem Umsatzplus von etwas mehr als fünf Prozent auf 152 Mio. Euro. Die Prognosen für das Gesamtjahr, das Ubisoft zum 31. März beendet, wurden wegen der guten Vorgaben aus dem dritten Quartal angepasst. Statt wie bislang von einem Umsatzplus zwischen zehn und zwölf Prozent auszugehen, erwartet der Vorstand nun satte 16 Prozent Plus im Jahresvergleich. eine Gewinn-Verlust-Rechnung veröffentlichte Ubisoft im Einklang mit dem französischen Bilanzvorschriften noch nicht.