Ubisoft senkt Jahresprognose wegen Titelverschiebung
Obwohl der Umsatz im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs unerwartet hinter dem Vorjahr zurückblieb gibt sich Ubisoft insgesamt zufrieden. Der Ausbau des Digitalgeschäfts schreite schneller voran als geplant. Eine Releaseverschiebung vermasselt dennoch die Jahresprognose.
Ubisoft hat seine wichtigsten Kennzahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember generierte der französische Major rund 530 Mio. Euro Umsatz. Das sind rund 30 Mio. Euro weniger als im Vorjahr und eigentlich geplant. In den ersten neun Monaten des Fiskaljahres kumuliert setzt Ubisoft 811,3 Mio. Euro um, 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotzdem korrigierte Ubisoft seine Jahresprogrnose um gut 150 Mio. Euro Umsatz nach unten auf einen Bereich zwischen 1,46 und 1,50 Mrd. Euro Umsatz. Schuld an der Korrektur ist aber nicht das Quartalsergebnis allein. So schafft es das neue "South Park" definitiv nicht mehr im laufenden Geschäftsjahr in den Handel. Auch dieser Umsatz aus der Planung wird folglich nicht realisiert.
Trotz der wenig erfreulichen Umsatzentwicklung zeigt sich die Firmenleitung durchaus zufrieden. Die Transormation zu einem periodischen und damit profitableren Geschäftsprofil schreite erfolgreich voran. Damit meint Ubisoft zuallererst das Digitalgeschäft, gerade auch im Bereich Online-Games. So sei die Zahl täglicher User bei "Rainbow Six Siege" nie höher gewesen als heute. Und auch bei "The Division" sei die Spielerzahl im Dezember um 150 Prozent angestiegen. Last not least sei das Kataloggeschäft via der Digitalvermarktung auf Rekordniveau.
In Zahlen ausgedrückt hat Ubisoft in den ersten neun Monaten des Jahres 383 Mio. Euro digital umgesetzt. Das sind 84,4 Prozent mehr als im Vorjahr und eine Quote von 47,2 Prozent auf den Gesamtumsatz bezogen. "Die positiven Effekte dieser Transformation sind bemerkenswert", ist Yves Guillemot zuversichtlich. Denn während Ubisoft die Umsatzprognose zurückschraubte bleibt die Gewinnprognose konstant bei 230 bis 250 Mio. Euro. Die erwartete Gewinnmarge steigt damit von einem Wert zwischen 14,3 und 15,0 Prozent auf zwischen 15,8 und 16,7 Prozent. Und das sind durchaus gute Nachrichten für Aktionäre.