Über 1 Millionen Euro für 13 Projekte in Berlin und Brandenburg
Games wie Twin Drums' "The Wagadu Chronicles", Maschinen-Menschs "Caves" oder Jo-Meis "Ozean" werden durch die neue New-Media-Förderung des Medienboard Berlin Brandenburg unterstützt.
10 Innovative Audiovisuelle Inhalte und 3 Serielle Formate erhalten zusammen 1,078 Millionen Euro durch die New-Media-Förderung des Medienboard Berlin-Brandenburg. Mit 175.000 Euro als Produktionssupport erhält Twin Drums die höchste Summe für "The Wagadu Chronicles". Das Hybrid-Spiel aus MMO und Pen-and-Paper-Rollenspiel stellt vor allem Diversität und LGBTQIA+-Themen in den Vordergrund. 155.000 Euro gehen hingegen an Maschinen-Mensch, ebefnalls für die Produktion. Deren nächstes Spiel nach "Curious Expedition 2", das Sci-Fi-Roguelike "Caves", spielt in einem Höhlensystem auf einem fernen Planeten.
Während Jo-Mei im nächsten Monat "Sea of Solitude" neu für die Switch veröffentlichen, arbeiten sie mit "Ozean" bereits an einem neuen Spiel, das die Spielerschaft wieder in eine Welt voller Emotionen abtauchen lässt. Die Entwicklung wird mit 45.000 Euro gefördert. Emotional geht es auch in "Questions for a friend" von Glome zu, in dem einer eingesperrten Protagonistin geholfen werden muss. Ebenfalls 45.000 Euro kommen diesem Titel für die Entwicklung zu.
"Tiny Vikings" von Ximotion dreht sich um junge Wikinger, die ihr Dorf von einem Otter-Fluch befreien müssen. Das Medienboard unterstützt die Produktion des Adventures für die ganze Familie mit 125.000 Euro. 100.000 Euro gehen an Honig Studios für die Entwicklung und Produktion von "Untitled Campfire". Das Schleichspiel hält eine harsche Wüste mit einigen Gefahren für die Spieler bereit.
Ruhiger geht es in "Chai" zu. Darin brauen Spieler den perfekten Tee, um ihre Kunden glücklich zu machen. Entwickler Digidiced wird mit 29.000 Euro bei der Produktion unterstützt. Mehr als nur ein Spiel umfasst dagegen "hectarium" von Tony Petersen Film. Eine Dokumentar-Web-Serie lanciert das Game, welches auf Realdaten zurückgreift und Spielern die Möglichkeit zum Agrarmanagement ihrer eigenen 0,7 Hektar Land gibt. Die Förderung dafür beträgt 80.000 Euro.
Die zwei VR-Projekte "Chomsky vs. Chomsky" und "Berlin 2037" erhalten jeweils 125.000 Euro und 100.000 Euro. In ersterem können Spieler mit dem Sprachwissenschaftler Noam Chomsky interagieren, während Vincent Productions mit "Berlin 2037" Einblicke in ein potentiell künftiges Berlin gibt, dass voll auf Nachhaltigkeit setzt.
Zu guter Letzt werden auch serielle Formate mit insgesamt 99.000 Euro unterstützt. "Queen of Chess" erhält 30.000 Euro davon für die Inszenierung des historischen Schach-Kampfs zwischen Judit Polgar und Garry Kasparov. "Phantomschmerz", gefördert mit 29.000 Euro, ist eine Coming-of-Age-Geschichte über das Verschwinden eines kleinen Jungen und "Lamia" dreht sich um die gleichnamige Deutsch-Algerierin, die in zwei Welten gleichzeitig steht. Das Format wird mit 40.000 Euro unterstützt.
"Neues Jahr, neue kreative Perspektiven", sagt der Geschäftsführer New-Media-Förderung Medienboard Helge Jürgens zu der Auswahl, "Die Pandemie ist noch nicht überwunden - deshalb ist es umso wichtiger, die Branche weiter zu unterstützen und neue Projekte auf den Weg zu bringen. In dieser Förderrunde haben sich besonders Projekte mit diversen Stories, Themen um Gleichberechtigung, barrierefreie Spielansätze und Nachhaltigkeitsaspekte hervorgetan. Das sind wichtige Entwicklungen! Innovative Inhalte haben durch zeitgemäße, unsere Gesellschaft und ihre Konflikte widerspiegelnde Geschichten umso mehr Impact!"
Der nächste Einreichungstermin für diese Kategorien bei der New-Media-Förderung ist der 23. Februar.