Die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft befindet sich auf der Zielgeraden, denn die britische Regulierungsbehörde CMA hat eine vorläufige Genehmigung für den Deal erteilt. Hauptgrund für die neuerliche Zustimmung ist der Cloud-Gaming-Deal mit Ubisoft.

Die britische Regulierungsbehörde CMA hat soeben eine vorläufige Genehmigung für die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft erteilt. "Diese Genehmigung ist entscheidend für den Vollzug unseres Zusammenschlusses", sagt Activision-CEO Robert A. Kotick, schließlich gehört die CMA zu den wenigen Wettbewerbshütern weltweit, die die Übernahme bisher blockierten. "Die letzten Lösungen, die Microsoft in Verbindung mit dem neuen Fusionsantrag vorgelegt" hat, hätten den Ausschlag für die Zustimmung gegeben. Hiermit ist die Ankündigung des Cloud-Streaming-Abkommens mit Ubisoft gemeint (GamesMarkt berichtete). Dieser Deal betrifft das Streamen und Lizenzieren von Activision-Blizzard-Games über eine breite Palette von Abonnements und Diensten, einschließlich Ubisoft+.

Microsoft-Präsident Brad Smith kommentiert die vorläufige Genehmigung so: "Die positive Entwicklung im Prüfungsverfahren der CMA macht uns Mut. Wir haben Lösungen vorgelegt, von denen wir glauben, dass sie die verbleibenden Bedenken der CMA in Bezug auf das Streaming von Games in der Cloud vollständig ausräumen, und wir werden weiter darauf hinarbeiten, die Genehmigung für den Abschluss vor der Frist am 18. Oktober zu erhalten." Der Activision-CEO erläutert weiter: "Im nächsten Schritt wird die CMA das Feedback von Dritten einholen, um dann eine endgültige Entscheidung zu treffen. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für die Unternehmenszusammenführung und ein Beweis für unsere lösungsorientierte Arbeit mit den Regulierungsbehörden. Ich bleibe optimistisch, während wir die Reise zum Abschluss fortsetzen (...)".

Die CMA hebt hervor, dass die angepasste Übernahmevereinbarung wichtige Änderungen enthält, die ihre Bedenken weitgehend ausräumen. "Insbesondere wird durch den Verkauf der Cloud-Streaming-Rechte von Activision an Ubisoft verhindert, dass wichtige Inhalte - darunter Spiele wie "Call of Duty", "Overwatch" und "World of Warcraft" - im Zusammenhang mit Cloud-Gaming unter die Kontrolle von Microsoft gelangen", heißt es aus Großbritannien. Die CMA stellte ursprünglich fest, dass Microsoft schon eine starke Position im Cloud-Gaming-Markt hätte und die Kontrolle über Games von Activision den Wettbewerb einschränken könnte. "Die neue Vereinbarung führt stattdessen dazu, dass die Cloud-Streaming-Rechte für die Spiele von Activision an einen unabhängigen Anbieter, Ubisoft, übertragen werden, wodurch ein offener Wettbewerb aufrechterhalten wird, während sich der Markt für Cloud-Gaming in den kommenden Jahren entwickelt." Die CMA schreibt, dass die meisten Bedenken ausgeräumt wären, aber noch Restbedenken bestehen würden, zum Beispiel, dass bestimmte Bestimmungen im Verkauf der Cloud-Streaming-Rechte von Activision an Ubisoft umgangen, gekündigt oder nicht durchgesetzt werden könnten. In diesem Kontext hat Microsoft bereits "Abhilfemaßnahmen angeboten".

Sarah Cardell, CEO der CMA: "Die Position der CMA war von Anfang an klar: Diese Fusion kann nur stattfinden, wenn der Wettbewerb, die Innovation und die Auswahlmöglichkeiten bei Cloud-Gaming erhalten bleiben. Als Reaktion auf unsere ursprüngliche Ablehnung hat Microsoft das Zusammenschlussvorhaben nun grundlegend umstrukturiert und die notwendigen Schritte unternommen, um unsere ursprünglichen Bedenken auszuräumen."

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Written by

Marcel Kleffmann
Marcel Kleffmann is Chief of Content of GamesMarket and our B2B and B2C expert for hardware, market data, products and launch numbers with more than two decades of editorial experience.