In ihrem gemeinsames Wahlprogramm sprechen sich CDU und CSU für eine Stärkung von Computerspielen aus. BIU-Chef Felix Falk wertet dies als "starkes Signal".

Die Union ließ sich von allen großen Parteien am längsten Zeit. Nun haben CDU und CSU ihr gemeinsames Wahlprogramm unter dem Titel "Regierungsprogramm 2017-2021" vorgestellt. Darin finden sich auch die Themen Spieleförderung und eSport wieder. Konkret heißt es im Wahlprogramm: "Das Filmschaffen soll in Deutschland noch weiter gestärkt werden, denn Filme sind wertvoll als Wirtschaftsprodukt und als Kulturgut. Das gilt auch für Computerspiele. Die Entwicklung des E-Sports begleiten wir positiv und sorgen für geeignete Rahmenbedingungen."

Vom Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware wurde dies positiv aufgenommen. BIU-Geschäftsführer Felix Falk: "Es ist ein starkes Signal, dass auch CDU und CSU Computer- und Videospiele in Deutschland weiter stärken wollen. Eine substanzielle Entwicklungsförderung auf Bundesebene ist notwendig, um dieses Ziel zu erreichen. Auch hilft insbesondere eine Games-Förderung bei der Umsetzung anderer politischer Ziele wie dem Ausbau der digitalen Bildung oder bei der Beseitigung des Fachkräftemangels."

Tatsächlich scheint eine Spielförderung nun in greifbare Nähe gerückt. Bereits vor der Union haben SPD, FDP, die Freien Wähler und die Piraten eine Gamesförderung in ihre entsprechenden Wahlprogramme bzw. in entsprechenden Zusatzbeschlüssen verankert. Unabhängig vom Ausgang der Wahl werden also ein, wenn nicht gar zwei Parteien an der nächsten Regierung beteiligt sein, die sich zumindest laut Wahlprogramm für eine Stärkung der Computerspielentwicklung in Deutschland einsetzen wollen.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.