Der US-Investor Silver Lake hat Middleware-Entwickler Unity Technologies mit rund 400 Mio. Dollar frischem Kapital ausgestattet. Unity will sich damit vor allem in den Märkten VR und AR positionieren.

Der Game-Engine-Entwickler Unity Technologies kann sich über eine bis zu 400 Mio. Dollar schwere Finanzspritze freuen. Das Investment wird von der US-Beteiligungsgesellschaft Silver Lake getätigt. Silver Lakes Beteiligungen haben nach Unternehmensangaben einen Wert von kumuliert fast 40 Mrd. Dollar. Unter anderem ist Silver Lake an Alibaba, Dell, Motorola und Symantec beteiligt. Im Zuge der Investition bekommt Egon Durban, Managing Partner bei Silver Lake, einen Platz im Verwaltungsrat von Unity.

Das frische Kapital wird Unity primär in Technologien für Virtual und Augmented Reality (VR und AR) investieren. Vor allem die Integration entsprechender Features in die Unity-Spieleengine soll vorangetrieben werden. Diese wird auch von zahlreichen deutschen Entwicklern bei der Produktion von Spielen eingesetzt.

Unity wurde einst als Anbieter einer 3D-Gameengine für Mobile-Games-Entwickler groß. Über die Jahre wurde die Engine jedoch als Entwicklertool für alle gängigen Spieleplattformen weiterentwickelt und gilt als eine der wichtigsten und meistverbreiteten Technologien für Spieleentwickler. CEO von Unity ist seit Ende 2014 der ehemalige Electronic Arts Chef John Riccitiello. Riccitiello übernahm den Posten von Firmengründer David Helgason, der als Executive Vice President sich um die Weiterentwicklung der Unity-Produkte kümmert.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.