Update: Sony dementiert Medienbericht über PSVR2-Produktionskürzung
Sony Interactive Entertainment soll die Absatzprognose von PlayStation VR2 gesenkt haben. Der Nachrichtendienst Bloomberg, der sich auf Quellen im Firmenumfeld und aus der Lieferkette beruft, spricht in diesem Kontext von "enttäuschenden Vorbestellungszahlen". Sony hat die Behauptungen von Bloomberg mittlerweile dementiert.
Sony Interactive Entertainment hat dem gestrigen Bloomberg-Bericht gegenüber GI.biz widersprochen. Ein:e Unternehmensprecher:in sagte, dass Sony die Produktionszahlen für PlayStation VR2 nicht gekürzt habe. Sie würden "die Begeisterung der PlayStation-Fans bezüglich der bevorstehenden Markteinführung spüren". Genauere Angaben wurden nicht gemacht. Im besagten Bloomberg-Artikel wurde mit Berufung auf unternehmensnahe Kreise behauptet, dass Sony die Absatzprognose auf eine Million bis Ende März 2023 halbiert habe und mit weniger Auslieferungen im nächsten Geschäftsjahr rechnen würde.
Sony Interactive Entertainment soll die Absatzprognose von PlayStation VR2 halbiert haben - von zwei Millionen auf eine Million bis zum 31. März 2023. Auch danach geht das Unternehmen von einem niedrigeren Absatz aus, und zwar von 1,5 Millionen Auslieferungen zwischen April 2023 und März 2024. Anpassungen an die aktuelle Nachfragesituation sollen jederzeit möglich sein. Diese Informationen stammen von Bloomberg.
Der Nachrichtendienst beruft sich auf unternehmensnahe Quellen und Informationen aus der Zulieferkette. So soll Sony einem Produktionspartner mitgeteilt haben, dass dieser mit weniger Bestellungen für Display-Panels rechnen müsse. Als Grund für die angeblich schwachen Vorbestellungszahlen wird "der hohe Verkaufspreis" des VR-Systems genannt. Allerdings steht auch Bloomberg-Autor Takashi Mochizuki in der Kritik, entsprechende Zahlen unter dem Deckmantel von "unternehmensnahen Quellen" nicht hinreichend belegt oder gar erfunden zu haben. Sony selbst sah sich in der Vergangenheit bereits gezwungen, einen ähnlichen Bloomberg-Bericht über Absatzprognosen der PlayStation 5 zu dementieren. Das japanische Unternehmen hat den aktuellen Artikel bisher nicht kommentiert und auch keine offiziellen Angaben über Launch-Erwartungen oder Absatzprognosen gemacht.
PlayStation VR verkaufte sich knapp fünf Millionen Mal in vier Jahren seit Markteinführung. Bei über 117 Millionen in Umlauf befindlichen PS4-Konsolen liegt die Attach-Rate bei knapp 4,27 Prozent. PSVR2 ist nur für PlayStation 5 verfügbar. Die Konsole wurde bis Ende Dezember 2022 über 30 Millionen Mal ausgeliefert. Eine Prognose von 2,5 Millionen verkauften PlayStation-VR2-Headsets würde demnach einer höheren Attach-Rate entsprechen, selbst wenn die PS5 bis Ende März 2024 über 55 Millionen Verkäufe zählen würde.
PlayStation VR2 wird ab dem 22. Februar 2023 erhältlich sein, ab 600 Euro. Interessierte aus Deutschland können das Headset direkt bei PlayStation online kaufen. Ein Verkauf im Einzelhandel ist derzeit nicht geplant. In Österreich und der Schweiz ist die PlayStation VR2 bei teilnehmenden Handelspartnern vorbestellbar. Bis Ende März sollen über 50 Games zur Verfügung stehen, wobei nur wenige Exklusivtitel oder Systemseller im Line-up sind, abgesehen von "Horizon: Call of the Mountain", "Gran Turismo 7" und "Resident Evil Village". Vielmehr werden bereits für andere VR-Systeme erhältliche Spiele für PlayStation VR2 umgesetzt oder erweitert.