US-Gameshändler reagieren auf Kritik
Nach der deutlichen Kritik der vergangenen Monate achten die US-Gameshändler offenbar verstärkt darauf, welche Spiele an Minderjährige abgegeben werden. Dennoch liegt der Prozentsatz der Jugendlichen, die ein für ihr Alter ungeeignetes Spiel erwerben konnten, laut einer aktuellen Studie der Federal Trade Commission bei nahezu 50 Prozent.
Die US-Wettbewerbsaufsicht Federal Trade Commission hat aktuelle Ergebnisse einer verdeckten Untersuchung zur Verfügbarkeit von Spielen mit gewalttätigen oder sexuellen Inhalten für Minderjährige veröffentlicht. Demnach haben die US-Gameshändler zwar auf die massive Kritik der vergangenen Monate reagiert, gelöst ist das Problem dennoch noch lange nicht. So konnten die jugendlichen Testkäufer in 42 Prozent der Fälle für sie ungeeignete Spiele problemlos erwerben. Dabei zeigte sich, dass die großen nationalen Händler wie Wal-Mart oder GameStop sensibler reagierten und Jugendliche öfter abwiesen als kleine lokale Händler.
Betont werden muss allerdings, dass sich durch den Verkauf kein Händler strafbar macht. Die Alterseinstufungen des Entertainment Software Rating Boards sind lediglich Empfehlungen und rechtlich nicht bindend. Dennoch nahmen sich die Händler den öffentlichen Aufschrei offenbar zu Herzen. Bei der vor Jahresfrist veröffentlichten Untersuchung konnten noch 69 Prozent der Jugendlichen Spiele mit "Mature"-Rating (ab 17 Jahre) kaufen.