US-Gamesumsatz im Januar 2023 leicht rückläufig
Um knapp fünf Prozent ging der Umsatz im Gamesbereich in den USA im Januar 2023 zurück. Während sich der Hardware-Bereich nahezu stabil zeigt, gaben der Software-Absatz und - deutlich stärker - die Zubehör-Verkäufe nach.
Im Januar 2023 beliefen sich die Ausgaben der US-Verbraucher:innen für Games, Hardware und Zubehör auf insgesamt 4,3 Milliarden Dollar bzw. etwa vier Milliarden Euro, ein Rückgang von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausgaben für Hardware blieben nahezu unverändert, während die Ausgaben für Inhalte um fünf Prozent und für Zubehör um 14 Prozent zurückgingen.
"Im Januar 2023 verzeichnete der US-Videospielmarkt zum ersten Mal seit September 2022 einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als die Verbraucherausgaben vier Prozent unter dem Niveau von September 2021 lagen. Der Rückgang der Ausgaben für mobile Inhalte, physische Konsoleninhalte und Gamepads war der Grund für das Minus im Januar", twittert Mat Piscatella, Executive Director & Video Game Industry Analyst bei The NPD Group.
Im Hardware-Sektor wurden 393 Millionen Dollar beziehungsweise 365 Millionen Euro umgesetzt. Die PlayStation 5 war die meistverkaufte Hardware-Plattform auf dem US-Markt, sowohl in Bezug auf die Stückzahlen als auch auf den Umsatz, während Nintendo Switch in beiden Bereichen den zweiten Platz belegte. Der Zuwachs an Ausgaben für besagte Sony- und Nintendo-Geräte glich Rückgänge bei anderen Plattformen aus. Für Zubehör wurde in den USA im Vergleich zum Vorjahr 165 Millionen Dollar (ca. 153 Millionen Euro) ausgegeben, ein Rückgang um 14 Prozent, der hauptsächlich auf weniger verkaufe Gamepads zurückgeführt wird. Der PS5 DualSense Wireless Controller Midnight Black war das meistverkaufte Zubehör im Januar, gemessen in Dollar.
Der Löwenanteil entfällt - wie immer - auf den Verkauf von Gamessoftware und -inhalten. In diesem Segment, das physische und digitale Vollversionen, DLCs, Mikrotransaktionen und Abonnements für Konsolen, Cloud, Mobile (via Sensor Tower), Handhelds, PC und VR-Plattformen umfasst, lag der Umsatz bei 3,789 Milliarden Dollar respektive 3,52 Milliarden Euro, fünf Prozent weniger als im Januar 2022, in dem "Pokémon-Legenden: Arceus" veröffentlicht wurde.
Bei den Verkaufscharts von Vollversionen befindet sich "Call of Duty: Modern Warfare II" auf der Pole Position. Der Shooter führt seit Release im Oktober 2022 die Monatscharts an. Das Remake von "Dead Space" schafft einen fulminanten Launch und erringt die zweite Position, gefolgt vom EA-Sports-Duo aus "Madden NFL 23" und "FIFA 23". Abermals ist es beachtlich, wie gut sich das Fußballspiel in Übersee schlägt. Apropos Horror: "The Callisto Protocol" verabschiedet sich nach dem Launch im Dezember aus den Top 20, auch "Marvel's Midnights Suns" ist nicht mehr in der Top-Liste zu finden. Den fünften Platz im Januar sichert sich Neueinsteiger "Fire Emblem Engage", abermals ohne Digitalverkäufe, die Nintendo wie gewohnt nicht der NPD mitteilt. "Forspoken", die neue IP von Square Enix, landet auf dem siebten Platz. "One Piece Odyssey" debütiert auf der neunten Position.
Zwei Titeln gelang ein bemerkenswerter Sprung in die Top 20, und zwar "The Last of Us Part 1" und "Monster Hunter Rise". "The Last of Us" profitiert sehr wahrscheinlich von der Popularität der TV-Serie, die Mitte Januar ihre Premiere feierte. "Monster Hunter Rise" ist im betrachteten Monat ebenfalls für PlayStation und Xbox erschienen. Bis dahin war die Monsterjagd nur auf PC und Switch verfügbar. Nicht in die Charts geschafft hat es der Überraschungshit "Hi-Fi Rush", der Ende des Monats als Shadowdrop auf PC und Xbox-Konsolen sowie ebenfalls im Game Pass veröffentlicht wurde.
Games-Verkaufscharts im Januar 2023 in den USA 1. (01.) "Call of Duty: Modern Warfare II" 2. (neu) "Dead Space" 3. (04.) "Madden NFL 23" 4. (05.) "FIFA 23" 5. (neu) "Fire Emblem Engage" (ohne Digitalverkäufe) 6. (07.) "Elden Ring" 7. (neu) "Forspoken" 8. (03.) "God of War: Ragnarök" 9. (neu) "One Piece Odyssey" 10. (02.) "Pokémon: Karmesin und Purpur" (ohne Digitalverkäufe) 11. (36.) "The Last of Us: Part 1" 12. (06.) "Sonic Frontiers" 13. (68.) "Monster Hunter: Rise" 14. (09.) "Mario Kart 8 Deluxe" (ohne Digitalverkäufe) 15. (14.) "Minecraft" 16. (08.) "Need for Speed: Unbound" 17. (12.) "Just Dance 2023" 18. (11.) "NBA 2K23" (ohne Digitalverkäufe) 19. (21.) "Marvel's Spider-Man: Miles Morales" 20. (27.) "NHL 23"
Über die Charts: Die NPD Group erhebt die physischen Verkäufe im Einzelhandel. Daten über Digitalverkäufe erhalten die Marktforscherenden direkt von den Publishern, wobei nicht alle Unternehmen diese Daten bereitstellen, zum Beispiel Nintendo, Bethesda, Take-Two Interactive und Activision Blizzard in Bezug auf die Verkäufe im Battle.net auf PC. Die Top-20-Liste ist nach Umsatz gestaffelt und nicht nach verkauften Stückzahlen. Dieser Umsatz umfasst die Verkäufe von Vollversionen und nicht die Ingame-Ausgaben sowie DLCs. Games, die in einem Bundle mit bestimmten Konsolen verkauft werden, erfasst die NPD Group ebenfalls nicht.