US-Verbände rufen "Kampagne für Amerika" ins Leben
MPAA, RIAA und Verbände anderer Branchen außerhalb der Entertainmentindustrie haben sich mit der US-Handelskammer verbündet, um Druck auf den Kongress und das Weiße Haus in Sachen Pirateriebekämpfung auszuüben.
Die US-Lobbyverbände Motion Picture Association of America (MPAA) und Recording Industry Association Of America Inc. (RIAA) sowie Vereinigungen anderer Branchen außerhalb der Entertainmentindustrie, wie zum Beispiel der Verband der Pharmazeutischen Industrie, haben die "Kampagne für Amerika" ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der US-Handelskammer soll der Kongress und das Weiße Haus für die Umsetzung eines Sechs-Punkte-Plans zum Kampf gegen Produkt- und Internetpiraterie gewonnen werden. So steht auf der Agenda der "Kampagne für Amerika" die Stärkung der Ressourcen für Urheberrechtsbeauftragte innerhalb des Justiz- und Heimatschutzministeriums sowie die Einbindung von Urheberrechtsbeauftragten in die Staatsanwaltschaften. Darüber hinaus soll die Antipirateriearbeit staatsübergreifend besser koordiniert, das Zivilrecht hinsichtlich des Kampfes gegen organisierte Piraterie reformiert und nicht zuletzt sollen die Strafen für Urheberrechtsverstöße verschärft werden. Darüber hinaus soll ein Vertreter für Urheberrechtsbelange direkt im Weißen Haus für diese Belange zuständig sein.
Für Dan Glickman, Präsident der MPAA, kommt die neue Kampagne nicht nur der Entertainmentindustrie zugute, sondern zielt klar auf nationale Belange - wie der Name der Kampagne schon impliziert. "Die Filmindustrie beschäftigt über eine Million Menschen in diesem Land und die wenigsten sind hochbezahlte Stars. Die meisten sind einfache Arbeiter und Handwerker, die einfach ein anständiges Leben leben wollen", so Glickman.