USA: Atari startet Backprogramm-Offensive
Atari hat in den USA sein "GamersFirst"-Konzept enthüllt: Ab dem 1. Juni werden bei allen teilnehmenden US-Händlern sämtliche erhältlichen PS2-, Xbox-, GameCube-, GBA- und PC-Titel mit Ausnahme von "Dungeons & Dragons Online" für 19,99 Dollar verkauft.
Atari hat in den USA eine Initiative zur Vermarktung seines Backprogramms gestartet. Unter dem Namen "GamersFirst" wird der Verkaufspreis großer Teile des Portfolios bei allen teilnehmenden US-Händlern auf 19,99 Dollar reduziert. Betroffen sind alle erhältlichen Titel für die Plattformen PlayStation 2, Xbox, GameCube, Game Boy Advance sowie PC. Einzige Ausnahme ist das erst kürzlich veröffentlichte "Dungeons & Dragons: Online". Das "GamersFirst"-Programm tritt zum 1. Juni in Kraft.
Obwohl Atari das "GamersFirst"-Programm vor allem unter dem Gesichtspunkt Kundenservice vorstellte, erinnert das Programm an einen Ausverkauf. Gerade in den USA hat Atari schwer zu kämpfen, was sich auch auf die Bilanz der Atari-Muttergesellschaft Infogrames auswirkt. Sowohl im dritten (Oktober bis Dezember 2005) als auch im vierten Geschäftsjahresquartal (Januar bis März 2006) wurde die sehr gute Umsatzentwicklung von Atari in Europa durch das einbrechende US-Geschäft zunichte gemacht. Längst wurde ein Restrukturierungsprogramm für das US-Geschäft gestartet. Infogrames muss jedoch gute Ergebnisse erzielen, da immer wieder vor Jahren aufgenommene Kredite fällig werden. Erst im März räumten Gläubiger Infogrames einen Zahlungsaufschub für zwei Kreditlinien bis zum 15. Juni ein, die zusammen ein Volumen von über 35 Mio. Euro haben.