USA: Interessengruppe formuliert Appell an Spielebranche
Mit der Veröffentlichung einer Liste der zehn gewalttätigsten Videospiele haben mehrere US-Organisationen einen Appell zu mehr Verantwortung an die Hersteller und Händler von Videospielen formuliert.
Mehrere US-Organisationen, darunter Mothers Against Violence in America, sowie der New Yorker Gemeinderat Eric Gioia haben einen Appell an die amerikanische Videospielbranche gerichtet. Sowohl Publisher als auch Händler sollten mehr Verantwortung zeigen, damit Kinder und Jugendliche keinen Zugriff auf Spiele mit Gewaltdarstellung bekommen. Neben einem Verhaltenskodex für die Vermarktung von Spielen fordern sie eine separate Präsentation im Handel von Spielen, die mit "Mature" gekennzeichnet wurden. Auch solle über das freiwillige Ratingsystem für Videospiele stärker als bisher aufgeklärt werden.
Zusammen mit ihrem Appell hat die Interessengruppe eine Top Ten mit den aus ihrer Sicht brutalsten Videospielen erstellt. Neben bereits seit längerem erschienenen Produkten und einem kommenden Titel stehen auf der Liste auch einige der erfolgreichsten Spiele 2004. Unter anderem auf der Negativ-Top Ten: "Doom 3", "GTA: San Andreas", "Half-Life 2", "Halo 2" und "Mortal Kombat: Deception".
Der Appell kommt rechtzeitig zum Start des verkaufsstarken Weihnachtsgeschäfts und ist derzeit nicht der einzige, der von diversen Organisationen Richtung Gamesbranche zielt. Unter anderem hat das National Institute on Media and the Family einen Report vorgelegt, in dem die Branche zu einem besseren Jugendschutz aufgerufen wird.