USA: Neuer Streitfall beim Jugendschutz für Games?
Im US-Bundesstaat Washington könnten Händler, die Kindern und Jugendlichen gewaltdarstellende Spiele verkaufen, schon bald mit 500 Dollar Strafe belangt werden.
Im US-Bundesstaat Washington könnte es schon bald zu einem Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem Verkauf von Computer- und Videospielen an Jugendliche kommen. Dies geht aus einem Bericht des "Seattle Post-Intelligencer" hervor. Es geht dabei um einen neuen Gesetzesvorschlag, der ein Bußgeld von 500 Dollar für Händler vorsieht, die an Kinder und Jugendliche gewaltdarstellende Spiele verkaufen oder verleihen. Eingebracht wurde der Gesetzesvorschlag von der republikanischen Abgeordneten Mary Lou Dickerson. Sie habe sich zu diesem Schritt gezwungen gesehen, nachdem eine Initiative verschiedener Videospielhersteller zur Sensibilisierung der Händler nicht gefruchtet habe. Dickerson nannte Nintendo als einzigen Hersteller namentlich. Eine Sprecherin Nintendos erklärte, dass man an einer Multimillionen-Dollar-Kampagne arbeite. Details wollte sie nicht nennen. Nach Informationen des "Seattle Post-Intelligencer" hat die Branche bereits angekündigt, vor Gericht zu ziehen, falls der Vorschlag Gesetz werde. Wesentlicher Kritikpunkt am Vorschlag Dickersons sei, dass man nicht klar differenzieren könne, welche Titel nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden dürfen. In Deutschland wird der Verkauf von Spielen an Kinder und Jugendliche mit dem neuen Jugendschutzgesetz, das am 1. April in Kraft tritt, klar geregelt. Nähere Informationen zu den neuen Jugendschutzbestimmungen in Deutschland finden Sie in unserem .
»