USA: Sony geht mit neuer PS3-Strategie in die Offensive
Ab August wird das große 80-Gigabyte-Modell von Sonys PlayStation 3 auch im nordamerikanischen Markt erhältlich sein. Zeitgleich sinkt der Preis für das kleinere Modell mit 60 Gigabyte Speicher. PS3 und Xbox 360 werden sich damit in den USA erstmals auf Augenhöhe begegnen.
Bereits im August 2007 wird Sony Computer Entertainment das neue 80-Gigabyte-Modell der PlayStation 3 auch in den nordamerikanischen Markt einführen. Bislang einzig in Japan und Südkorea erhältlich, bildet die neue Konsolenversion derzeit die Speerspitze im PS3-Sortiment. 599 US-Dollar will Sony für das neue Modell verlangen. Entscheidender dürfte sich aber die Entscheidung des Elektronikkonzerns auswirken, mit sofortiger Wirkung die Preisempfehlung für das bisherige Spitzenprodukt mit 60 Gigabyte Speicher um 100 auf 499 US-Dollar zu senken. Sonys Highend-Konsole und Microsofts Spitzenprodukt Xbox 360 Elite begegnen sich somit erstmals auf Augenhöhe. Während sich US-Konsumenten auch weiterhin für 299 (Core) bzw. 399 Dollar (Premium) eine Xbox 360 zulegen können, liegen die Komplettsysteme beider Konsolen ab dann preislich sehr nahe beisammen. 479,99 US-Dollar verlangt Microsoft derzeit für die große Elite-Version der 360-Konsole.
Die Entscheidung Sonys, eine weitere PS3-Version auf den Markt zu bringen, ist vor allem im wachsenden Speicherbedarf begründet. Da die Käufer immer häufiger auch HD-Inhalte, sei es in Form von Demoversionen aktueller Spiele oder ganzen Spielfilmen als Video-on-demand, konsumieren, stoßen die ursprünglich verbauten Massenspeicher schnell an ihre Grenzen. Dafür spricht auch, dass Sony seit Längerem das PS3-Einstiegsmodell mit 20 Gigabyte Massenspeicher auslaufen lässt. Den Abverkauf will der Sony-Konzern aber auch mit einer Softwareoffensive weiter anheizen. Unternehmensangaben zufolge sind derzeit 40 Spieletitel für PlayStation 3 in Nordamerika erhältlich. Bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres im März kommenden Jahres soll deren Zahl auf 120 angewachsen sein.