USA: Wandel in den Freizeitgewohnheiten
In den US-Haushalten läuft Gaming dem TV-Konsum immer mehr den Rang ab. Zudem sind nun neben Japan auch die USA vorrangig Konsolenland; der PC gerät ins Hintertreffen.
Die US-Amerikaner entscheiden sich immer häufiger für ein PC- oder Konsolenspiel als Abendunterhaltung und verzichten dafür aufs TV-Programm. Das hat Ziff Davis Media in einer aktuellen Umfrage in 1000 US-Haushalten ermittelt. Ziff Davis ist in den USA mit Zeitschriftentiteln wie der "Electronic Gaming Monthly" einer der größten SI-Verlage für den Spielemarkt. Die Studie lieferte zum Teil überraschende Ergebnisse. 26 Prozent der Befragten gaben an, lieber ein Spiel zu spielen als passiv vor dem Fernseher zu hocken. Weitere 20 Prozent meinen, dass ihr Fernsehkonsum in nächster Zeit zu Gunsten von Computer- und Videospielen in den Hintergrund treten werde.
Zudem ergab die Umfrage, dass Videospiele 2004 in der Gunst der US-Amerikaner erstmals vor Computerspielen rangieren - ähnlich wie in der Videospieldomäne Japan. So würden derzeit 54,5 Mio. Haushalte in den USA mit einer Konsole spielen, während 52,3 Mio. den PC bevorzugten. Weiteres Thema der Umfrage war der Wachstumsmarkt Mobile Gaming. Auch jenseits des großen Teichs gewinnt das Thema an Bedeutung.
Laut Ziff Davis besitzen fast 70 Prozent der Videospieler ein Handy; 50 Prozent von ihnen spielen Games auf den mobilen Endgeräten. Die Zahl der US-Haushalte, in denen auf Handys gespielt wird, soll sich in diesem Jahr auf gut 16,3 Mio. verdoppeln. Weitere Umfrageergebnisse erbrachten Aufschlüsse über das Spiel- und Kaufverhalten der Zielgruppe: Die Mobile Gamer spielten laut der Studie durchschnittlich 17 Minuten pro Spiele und 4,4 Stunden pro Woche. Wenn Handybesitzer nicht spielen, liegt es zu 85 Prozent an der mangelhafter Darstellungsqualität, zu 75 Prozent an der schlechten Steuerbarkeit der Spiele und zu 50 Prozent an der Bildschirmgröße, an den Kosten oder daran, Spiele auf dem kleinen Handy spielen zu müssen.