USK wird neu aufgestellt
Mit einer Neustrukturierung der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle reagieren der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) und der Förderverein Jugend und Sozialarbeit e.V. auf die teils massive Kritik der vergangenen Monate.
Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) und der Förderverein Jugend und Sozialarbeit e.V. (fjs) haben sich auf eine Neustrukturierung der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) verständigt. Alsbald soll diese aus dem fjs-Verbund ausgegliedert und als freiwillige Selbstkontrolle der Industrie zwischen Industrieverband und den Ländern positioniert werden. Mit der Entscheidung, die u.a. eine bessere Zusammenarbeit mit den staatlichen Stellen gewährleisten soll, reagieren BIU und fjs auf die teils harsche Kritik der vergangenen Monate. Den Plänen zufolge wird die USK in Zukunft als Dienstleister lediglich das Alterskennzeichnungsverfahren verantworten, während die Kennzeichnungsentscheidung als solche von den Obersten Landesjugendbehörden vertreten wird. Die neue Struktur soll helfen, diese Arbeitsteilung stärker nach außen zu vertreten, wie der BIU auf GamesMarkt-Anfrage ausführte.
"Wir werden jetzt in Gesprächen mit den Obersten Landesjugendbehörden der Länder ausloten, wie man die Arbeit der USK in der neuen Struktur optimieren und effizienter gestalten kann", kündigt BIU Geschäftsführer Olaf Wolters an. "Damit wird sichergestellt, dass die USK den hohen Anforderungen des Jugendmedienschutzes im Bereich interaktive Unterhaltung auch in Zukunft gerecht wird. Wir sehen diese Neustrukturierung als Beitrag zu dem von der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und ihrem nordrhein-westfälischen Amtskollegen Armin Laschet geforderten Engagement für Aufklärung und Medienkompetenz."
Die Änderungen sollen nun bis zum kommenden Jahr umgesetzt werden, Wolters gab den Stichtag 1. Januar 2008 als Ziel vor. Auf den langjährigen Erfahrungsschatz der USK soll dabei keineswegs verzichtet werden. Ziel sei, Mitarbeiter und Gutachter der USK in die neue Struktur einzubinden. Formeller Träger der Institution bleibt die Industrie, wie Wolters weiter ausführte. Jedoch soll sichergestellt werden, dass die USK einzig dem Jugendschutz verpflichtet ist und gemeinnützig arbeiten wird. Die wesentlichen Entscheidungen bezüglich struktureller Fragen würden künftig in Zusammenarbeit von Industrie und Ländern getroffen.