vbw fordert Support für Gamesgründer und Ansiedlung von AAA-Studios
Die Vereinigung der bayerische Wirtschaft hat die eigens für sie erstellte Studie zum Games-Standort Bayern vorgelegt und drei konkrete Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Neben einer besseren Kommunikation mahnt die vbw eine bessere Unterstützung von Gründern sowie die Ansiedlung internationaler Topentwickler an.
Bayern ist nach Zahl der Unternehmen der drittgrößte Gamesstandort Deutschlands. Die 118 Unternehmen erwirtschafteten 2015 einen Umsatz von 580 Millionen Euro, rund 18 Prozent des deutschlandweiten Umsatzes. Das geht aus einer Studie hervor, die der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. jetzt vorlegte. Die Studie wurde von der Hamburg Media School erstellt, die auch die bundesweite Studie zur deutschen Gamesbranche im Auftrag unter anderem des game erstellte. Tatsächlich fußt die bayerische Studie auf dieser Erhebung. Der vbw gab seinerzeit eine detaillierte Auswertung der bayerischen Studienergebnisse in Auftrag.
"Die bayerische Games-Förderung ist gut aufgestellt, die Branche ist gut vernetzt", so vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt, "wir sind zuversichtlich, dass die Games-Industrie in Bayern ihre Dynamik fortsetzen wird." Trotzdem gebe es Handlungsbedarf. "Damit Bayern auch künftig in der ersten Games-Liga gut mitspielen kann, brauchen die Unternehmer eine entsprechende technische Infrastruktur sowie gut ausgebildeten Fachkräftenachwuchs. Außerdem muss die Gründungsfinanzierung ausgebaut werden. Hier gibt es noch Nachholbedarf", so Brossardt.
Zusammengefasst mahnt der vbw in der Studie drei Punkte an. So müsste die Kommunikation bei Nutzung der bewährten Plattformen noch weiter intensiviert werden. Vor allem sei es wichtig, dass die Gründungsfinanzierung verbessert werde und das um internationale Entwickler geworben wird. Das bezieht sich sowohl auf die Ansiedlung von AAA-Studios als auch die Einstellung internationaler Fachkräfte, um das Know-how für internationale Produktionen in den heimischen Studions zu stärken.