ver.di: Konfliktorientierte Tarifrunde im Handel
Franziska Wiethold, Mitglied des ver.di-Bundesvorstands, hat in Hinblick auf die bevorstehenden Tarifverhandlungen im Handel "moderaten" Abschlüssen eine klare Absage erteilt.
Die diesjährige Tarifrund im Handel könnte zu massiven Konflikten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern führend. "Wohlfeilen Forderungen von Arbeitgebern und Politik nach einer so genannten moderaten Tarifpolitik erteilen wir eine klare Absage", so Franziska Wiethold, Bundesvorstandsmitglied der Gewerkschaft ver.di, in Hinblick auf die kommenden Tarifverhandlungen im Handel. Im Groß- und Außenhandel beginnen diese am 27. März für Baden-Württemberg und im Einzelhandel am 23. April für NRW und Rheinland-Pfalz. Die Zielvorgabe lautet: Vorweganhebung der Löhne und Gehälter um 50 Euro und anschließende lineare Steigerung um 3,7 Prozent in NRW sowie eine einheitliche Einkommenssteigerung um 130 Euro in Rheinland-Pfalz. Wiethold kündigte ferner an, dass es bei den Verhandlungen um eine "deutliche Erhöhung der Realeinkommen" gehe. ver.di forderte die Arbeitgeben auf, zügig verhandlungsfähige Angebote vorzulegen. "Ohne Bereitschaft zu konstruktiven Tarifrunden sind ab Mai Arbeitskampfmaßnahmen nicht mehr auszuschließen", so Wiethold.