Nachdem lang über die Verkaufszahlen des GameCube gespottet wurde, zeigt die Konsole den Konkurrenten nun die Rücklichter.

Am vergangenen Freitag hat Nintendo den GameCube-Preis überraschend von knapp 200 Euro auf rund 100 Euro gesenkt. Ein Schritt, der wohl auch bitter nötig war. Klagten doch immer mehr Publisher in den letzten Wochen und Monaten über die geringen Verkaufszahlen ihrer GameCube-Software.

Das dieser Schachzug auch von Erfolg gekrönt ist, zeichnet sich schon nach knapp drei Verkaufstagen ab. Um das Zehnfache hat der Abverkauf laut Nintendo of Europe angezogen, und damit hat GameCube wohl erstmals beide Konkurrenzprodukte in der Wochenstatistik hinter sich gelassen.

"Topspiele, kombiniert mit einem unschlagbaren Preis - das jagt den Umsatz mit dem GameCube in ganz neue Höhen", freut sich da auch Axel Herr, Managing Director von Nintendo Deutschland. "Zudem lässt jede Menge neuer Software das GameCube-Spieleprogramm bis Weihnachten auf über 200 Titel anwachsen. Damit dürfte der Nintendo GameCube zum Renner im Weihnachtsgeschäft werden."

Ein Versprechen, dem nun Taten folgen müssen. Mit "Mario Kart: Double Dash!!", "Rogue Squadron III - Rebel Strike", "F-Zero GX" und "Mario Party 5" kommen in den nächsten Wochen einige viel versprechende Titel auf den Markt - die das Versprechen des deutschen Nintendo-Chefs auf die Probe stellen werden.

Interessant werden nun die Reaktionen von Sony und Microsoft. Werden die Bundles der beiden Konkurrenten im wichtigen Weihnachtsgeschäft konkurrenzfähig sein, oder entscheidet, wie so oft in Deutschland, allein der Preis? Womöglich heißt es auch bei Xbox und PlayStation 2 in Kürze: "Wir können auch billig!"

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