Verleihumsatz sinkt dramatisch
Das 1. Quartal des Kaufmarkts in Deutschland im laufenden Jahr war laut BVV geprägt von hoher Nachfrage nach DVDs und drastischen Einbrüchen bei VHS. Bedingt durch massive Einbrüche im Verleih, fällt die Gesamtbilanz sogar negativ aus.
Der deutsche Videokaufmarkt konnte im 1. Quartal 2003 die Umsätze auf hohem Niveau halten, muss sich aber von dem Wachstum der Vergangenheit verabschieden. Ausgehend von GfK-Erhebungen bilanzierte der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) einen Umsatz von 248 Milionen Euro, was eine Steigerung um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutet. Mit einem Anstieg von 30 Prozent auf 194,2 Mio. Euro war DVD bereits für vier Fünftel der Umsätze verantwortlich. VHS trug 53,8 Mio. Euro Umsatz bei.
DVD-Absatz rettet Gesamtbilanz
Das bedeutet gegenüber dem Vorjahresquartal einen Rückgang um 46 Prozent. Beim Absatz dasselbe Spiel: Während der DVD-Verkauf um 57 Prozent auf 11,6 Mio. Units stieg, ging der VHS-Verkauf um 37 Prozent auf 5,1 Mio. Stück zurück. Insgesamt schlug beim Absatz auf beiden Formaten ein Plus von 8,6 Prozent zu Buche. Während der Kaufmarkt sich dank DVD stabilisierte, musste der Verleihmarkt Umsatzeinbrüche hinnehmen. So sank der Umsatz um 17,6 Prozent auf 86,3 Mio. Euro. Die Quartalsbilanz für den Gesamtmarkt fällt somit negativ aus. Während im 1. Quartal 2002 die Umsätze um 25 Prozent auf 351,9 Mio. Euro stiegen, waren es in diesem Jahr nur noch 334,3 Mio. Euro.