Der VSI hat nach einer Umfrage bei seinen Mitgliedern zur konjunkturellen Lage angemahnt, Softwareanbieter und "Dot-coms" nicht in einen Topf zu werfen.

Die sorgenfreien Zeiten im Softwarebusiness sind vorbei. Zu diesem Schluss kommt der Verband der Softwareindustrie Deutschlands (VSI) nach einer Umfrage unter seinen Mitgliedern. Mehr als die Hälfte beurteilen die konjunkturelle Lage für die nächsten sechs Monate als negativ oder teilweise negativ. Ein Aufschwung wird erst für Mitte 2002 erwartet. Schaden habe die Industrie vor allem auch dadurch genommen, dass nach den Pleiten einiger Internetfirmen die traditionellen Softwarefirmen mit den "Dot-coms" in einen Topf geworfen wurden. Rudolf Gallist, Vorstandsvorsitzender des VSI und ehemaliger Microsoft Deutschland-Geschäftsführer, bezeichnete die undifferenzierte Betrachtungsweise in Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit als Gift für den Standort Deutschland. Die Finanzierung durch Banken sei für junge, innovative Unternehmen heute ähnlich schwierig wie vor dem "Dot-com"-Hype. Im VSI sind vorwiegend Hersteller, Distributoren und Dienstleister von Anwendungs-, Standard- und Businesssoftware organisiert.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.