VUD bezieht Stellung zur aktuellen "Gewaltdiskussion"
Laut Hermann Achilles, Geschäftsführer des Verbands der Unterhaltungssoftware Deutschland, wollen sich der VUD und seine Mitgliedsfirmen der erneut aufgekommenen Diskussion um das Verbot von Gewalt verherrlichenden Spielen stellen. Allerdings ohne die derzeit vorherrschende Polemik.
"Die Emotionen kochen derzeit verständlicherweise hoch", sagte VUD-Geschäftsführer Hermann Achilles zu den derzeitig wieder aufkommenden Diskussionen um ein nachhaltigeres Verbot von Gewalt verherrlichenden Video- und Computerspielen. Laut Achilles würden die Diskussionen momentan aber zu polemisch geführt. "Wir sprechen bei Spielen mit Gewaltdarstellungen, die zudem alle nicht gegen geltendes Strafrecht verstoßen, über gerade einmal drei Prozent des Gesamtangebots, über die 97 Prozent sonstige Spiele wird Stillschweigen vereinbart." Der Ruf nach Gesetzesänderungen sei im ersten Moment verständlich. Dies würde aber das Gesamtproblem nicht lösen. Im Gegenteil, dadurch würde vieles in die Illegalität verschoben und wäre dann noch weniger greifbar. Zum anderen müsse man auch sehen, dass der Todesschütze von Erfurt bereits 19 Jahre alt und somit in der Lage gewesen sei, sich zum einen indizierte Spiele und zum anderen Waffen zu besorgen. "In diesem Zusammenhang isoliert eine Industrie anzugreifen, halte ich schlichtweg für falsch", so Achilles. Dennoch stünden der VUD und seine Mitgliedsfirmen für weitere Diskussionen zur Verfügung.
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