Wal-Mart: "Mehr falsch als richtig gemacht"
Wal-Mart-Chef Lee Scott hat Probleme bei der Markteinführung des Konzerns in Deutschland eingeräumt. Bisher sei es nicht gelungen, die Firmenkultur hierzulande zu etablieren.
Wal-Mart-Chef Lee Scott hat sich gegenüber der "Wirtschaftswoche" zu Problemen des Konzerns auf dem deutschen Einzelhandelsmarkt geäußert. "Man könnte wahrlich ein Lehrbuch über unsere Erfahrungen in Deutschland schreiben. Wir haben wirklich mehr falsch als richtig gemacht." Ein Grund für den schweren Start des größten Einzelhandelskonzerns hierzulande bestünde darin, dass man es nicht geschafft habe, die Wal-Mart-Unternehmenskultur in Deutschland zu etablieren. Scott zeigte sich optimistisch, dass das Unternehmen sich in ein bis zwei Jahren hier etablieren könne. Presseberichten zufolge hat der Konzern im vergangenen Jahr in Deutschland mehrere Mio. Mark Verluste gemacht. Genaue Zahlen gibt die Zentrale von Wal-Mart in Wuppertal jedoch nicht bekannt. Mit mangelnder Größe haben die Probleme nach Ansicht des Konzernchefs nichts zu tun. "Ich vermute, wenn wir heute sechsmal mehr Geschäfte in Deutschland hätten, hätten wir auch sechsmal mehr Verluste." Schwarze Zahlen seien dann in Sicht "wenn wir unsere Probleme gelöst haben und der Laden läuft".