Weiterer Schlag gegen Raubkopiererszene
In Zusammenarbeit mit der GVU haben die Behörden am 4. August den Raubkopierserver "Dragon" vom Netz genommen. Darauf befand sich u. a. der aktuelle Kinofilm "I, Robot".
Nach Angaben der Frankfurter Polizei gelang erneut ein schwerer Schlag gegen die deutsche Raubkopiererszene: Am 4. August wurde der Film- und Softwareraubkopierserver "Dragon" enttarnt und vom Netz genommen. Dabei kooperierten die GVU und der Sonderdezernent für Computerstraftaten der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Laut Polizeiinformationen befanden sich auf dem Server rund 200 Filme und Spiele, darunter auch die Hollywoodproduktion "I, Robot", deren bundesweiter Kinostart erst am 5. August erfolgte. Der Server sei über eine Voll-Duplex-Standleitung über das Universitätsnetzwerk der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität an das Internet angebunden gewesen. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an. Die GVU teilte darüber hinaus mit, dass es sich um einen Server handelte, auf dem drei der größten Release-Groups agierten. Zuletzt seien 70 Prozent der aktuellen Kinofilme von diesen Gruppen hergestellt und vor oder kurz nach Kinostart verbreitet worden.