Wii-Käufer verklagt Nintendo
Weil der Halteriemen der Wii-Mote bei unsachgemäßer Handhabung reißen kann, wird sich Nintendo in den USA vor Gericht verantworten müssen.
In den USA muss sich Nintendo vor Gericht verantworten, weil die Halteriemen der Wii-Mote bei unsachgemäßer Handhabung reißen können. Nachdem bereits kurz nach Launch erste Berichte über Beschädigungen an Fernsehgeräten und Einrichtungsgegenständen die Runde machten, hat nun der erste Wii-Käufer Klage gegen den Konsolenhersteller eingereicht.
Wie US-Medien berichten, bezieht sich der Kläger aus Texas auf den Consumer Protection Act, der Konsumenten vor womöglich gefährlichen Konsumgütern schützen soll. Weil der Halteriemen der Wii-Mote ineffektiv sei, läge nicht nur ein Garantiebruch vor. Bewusst seien Konsumenten getäuscht worden, lautet der zentrale Vorwurf. Die Anwälte des Klägers suchen nun nach weiteren Geschädigten, um den Fall zu einer der im US-Rechtssystem gefürchteten Sammelklagen zusammenzufassen, die mitunter zu Schadenersatzforderungen im mehrstelligen Millionenbereich führen.
Nintendo indes sieht dem ersten Anhörungstermin gelassen entgegen. Die Klage entbehre jeder Grundlage, da sich der Konzern nichts habe zuschulden kommen lassen. Zudem bietet Nintendo auch in den USA seit Kurzem einen kostenfreien Austausch lockerer oder gerissener Halteriemen an, was selbstverständlich nicht als Schuldeingeständnis zu werten ist, wie die US-Niederlassung von Nintendo betonte.