Xbox "drückt" Microsofts Quartalsergebnis
Am 15. November feierte die Xbox ihr einjähriges Jubiläum im Heimmarkt USA und damit verbunden den Start von Xbox Live. Fast zeitgleich hat Microsoft der Börsenaufsicht SEC einen detaillierten Bericht über sein 1. Quartal vorgelegt. Dieser legt in Teilen offen, wie teuer den Konzern das erste Jahr der Xbox gekommen sein muss.
Ein Jahr ist die Xbox mittlerweile alt. Am 15. November 2001 erhielt am New Yorker Times Square der erste Käufer seine Xbox aus den Händen von Bill Gates. Auch wenn es bis zur Einjahresbilanz im Rest der Welt (Japan: 22. Februar; Europa: 14. März) noch ein wenig hin ist, scheint sich zumindest eine,Regel' der Videospielindustrie wieder einmal zu bestätigen: Das erste Jahr kommt die Konsolenhersteller teuer zu stehen.
Xbox Live in den USA gestartet
In einem von Microsoft an die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) gesandten Quartalsbericht zur finanziellen Lage im Zeitraum Juli bis September 2002 wird für die Home & Entertainment-Division ein Verlust von 177 Mio. Dollar ausgewiesen. Zur H&E-Division gehören außer der Xbox auch die PC-Spiele, die Kundensoft- und -hardware sowie die Fernsehsparte. Microsoft schränkt zwar ein, Verlust oder Gewinn innerhalb einer Division könnten nicht einem einzelnen Produkt zugeschrieben werden. Dies relativiert sich aber ein wenig im Jahresvergleich: 2001 hatte der Konzern in der H&E-Division einen Umsatz von 236 Mio. Dollar bei einem Verlust von 68 Mio. Dollar verbucht. 2002 schlagen ein bereinigter Umsatz von 485 Mio. Dollar und der genannte Verlust von 177 Mio. Dollar zu Buche.
Trotz langwieriger Rechtsstreits, teurer Firmenkäufe, wie etwa der Übernahme von Rare, und Preiskämpfen im Konsolenmarkt ändere sich nichts an der guten Finanzlage des Konzerns. Laut eigenen Angaben verfügt Microsoft über eine Cashreserve von knapp 40 Mrd. Dollar. Einen neuen Push im Abverkauf der Xbox erhofft sich Microsoft nun vom Onlineservice Xbox Live. J. Allard, General Manager Xbox, rechnet bis zum Jahresende mit rund 100.000 Usern in den USA. In Deutschland startet der Onlineverkauf des Starterkits am 30. November, der offizielle Handelsverkauf folgt am 14. März 2003. Bis dahin setzt Microsoft Deutschland unter anderem auf Robbie Williams. Man hat nun offiziell bestätigt, eine umfangreiche Kooperation mit dem Popstar vereinbart zu haben.
Wie GamesMarkt.de bereits berichtete, dreht sich bei dem Deal alles um eine DVD. So ist seit 15. November ein spezielles "Robbie Williams DVD Movie Playback Kit" für den empfohlenen VK von 29 Euro im Handel erhältlich.