YouGov: Pay-to-win ist eine Frage von Einkommen und politischer Haltung
Zehn Prozent aller Deutschen gaben schon mehrfach Geld aus, um sich in Spielen Vorteile zu erkaufen, so eine aktuelle Umfrage von YouGov. Dabei gibt es teils deutliche Unterschiede nach Einkommen, Alter, aber auch Wohnort und Parteipräferenz.
Anhänger von AfD und Grüne erkaufen sich eher Vorteile in Games als die der Regierungsparteien. Das geht zumindest aus einer neuen Umfrage von YouGov hervor. Die Marktforscher fragten in einer repräsentativen Umfrage nach der Häufigkeit, mit der sich Deutsche Vorteile in Spieleapps erkaufen. Zehn Prozent der Befragten gaben an, bereits mehrfach Geld für Ausrüstung, Erfahrungspunkte oder das Freischalten neuer Level ausgegeben zu haben. Weitere acht Prozent taten dies bereits einmal. 27 Prozent aller Befragten sagten, dass sie gar keine digitalen Spiele spielen.
Interessant sind, welche Unterschiede nach bestimmten Faktoren zu erkennen sind. Dass die Bereitschaft Geld auszugeben bei Jüngeren beispielsweise höher ist, als bei Älteren war absehbar. Auch dass Männer eher zum Bezahlen bereit sind als Frauen und das Menschen mit einem höheren Einkommen eher geneigt sind sich Vorteile zu erkaufen, überrascht kaum. Dass jedoch nur acht Prozent der Befragten aus Westdeutschland mehrmals Geld Ausgaben und 17 Prozent der Ostdeutschen war so kaum vorhersehbar. Das gleiche gilt für die politische Ausrichtung, bei der die AfD-Anhänger mit 16 Prozent den Spitzenwert erzielten. Auf den Plätzen folgten die Anhänger der "Grünen" mit 15 Prozent, die der Partei "Die Linke" mit 13 Prozent und die der FDP mit elf Prozent.