Zahl der Internetnutzer steigt weiter
In der neuesten Ausgabe des "(N)Onliner Atlas" kommen TNS Infratest und die Initiative D21 zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Bundesbürger im Netz in den vergangenen zwölf Monaten weiter angestiegen ist. Bei der Nutzerzunahme spielen Breitbandanschlüsse eine wichtige Rolle. Ein Ende des Wachstums ist noch nicht abzusehen.
60,2 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahre bewegen sich derzeit im Internet. Zu diesem Ergebnis kommen TNS Infratest und die Initiative D21 in der siebten Ausgabe des "(N)Onliner Atlas" für die insgesamt 49.135 Personen befragt wurden. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Internetnutzer demnach um 1,4 Mio. Teilnehmer gestiegen, ein Plus von zwei Prozent. Ein Ende des Wachstums ist noch nicht in Sicht, beabsichtigen doch etwa 3,7 Mio. Befragte im Laufe der nächsten zwölf Monate ebenfalls online zu gehen. Demgegenüber stehen 22. Mio. Nichtnutzer oder Offliner (34,1 Prozent), die auch nicht die Absicht haben, in den nächsten zwölf Monaten ins Internet zu starten.
Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der über 50-jährigen im Netz. Vorne liegen hier die Bürger im Alter von 60 bis 69 Jahren. Ihr Anteil ist um 2,8 auf 35,5 gestiegen. Bei den 50- bis 59-jährigen ist der Onliner-Anteil um 1,5 auf 58,3 Prozent gestiegen. Die über 70-jährigen legten um einen Prozentpunkt zu.
Die Bedeutung von Breitbandanschlüssen hat erheblich zugenommen. Hatten 2006 weniger als die Hälfte der Nutzer einen Breitbandanschluss, so sind es mittlerweile knapp 60 Prozent - ein Wachstum von 12 Prozent. Ein wichtiger Faktor bei dieser Entwicklung ist der Studie zufolge der aggressive Preiskampf der DSL-Providern. "Dieser geht wie bereits im Vorjahr deutlich zu Lasten von ISDN-Anschlüssen", erklärt Hartmut Scheffler, Vorstandsmitglied Initiative 21 und Geschäftsführer von TNS Infratest. ISDN-Anschlüsse sind derzeit noch 17 Prozent der bundesdeutschen Haushalte vertreten, 6 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Anteil der analogen Internetzugänge ist ebenfalls sechs Prozent niedriger und liegt bei 15 Prozent. Kabelmodems spielen derzeit noch keine große Rolle. Nur etwa zwei Prozent der User Nutzen derzeit diese Technologie. Spitzenreiter in der Breitbandnutzung ist derzeit das Saarland mit 67 Prozent. Den höchsten Nutzerzuwachs aller Bundesländer hat Sachsen zu verzeichnen. Hier bewegen sich 54 Prozent per DSL-Anschluss im Netz, 19 Prozent mehr als 2006. Aber auch das Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern mit 46 Prozent Breitbandnutzern hatte eine Zunahme von 17 Prozent zu verzeichnen.
Der (N)Onliner Atlas ist ein Gemeinschaftsprojekt von TNS Infratest und der Initiative D21, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Fujitsu Siemens Computers, Microsoft Deutschland, Intel, Deutsche Telekom und weiteren Unternehmen unterstützt wird. Die Initiative D21 ist laut Eigenangabe Europas größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft. Sie umfasst ein parteiübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Sie hat sich auf die Fahnen geschrieben, "die Informationsgesellschaft im Deutschland des 21. Jahrhunderts zu stärken".