Zur Sache: Katja Killinger, Leitung Trade Marketing Microsoft
Schon weit vor dem Europa-Launch hielt Xbox in den deutschen Handel in Form von Demostationen Einzug. Katja Killinger, Projektleiterin Trade Marketing Microsoft, bilanziert die PoS-Präsenz und die Resonanz aus dem Handel und verspricht, den Handel auch künftig tatkräftig zu unterstützen.
GM: Mitte November fand in Frankfurt der "Xbox Handelstag" statt. Wie war die Resonanz?
Katja Killinger: Großartig! Wir hatten alle Topentscheider von allen wichtigen Retailern zu Gast, die wir mit der umfassenden Präsentation überrascht haben. Unser Ziel war es immer, frühzeitig zu informieren und mit dem Handel nicht Versteck zu spielen. Das ist uns hier, glaube ich, gut gelungen. Im nächsten Schritt gingen wir mit der Präsentation auf Tournee: Bis Ende Februar sind wir in Berlin, Hamburg, Moers, Frankfurt und München und zeigen dort allen Interessierten, wie sich Xbox am PoS aufbauen lässt. Auf jeder Station haben wir rund 400 Quadratmeter Fläche, die wir für die Präsentation nutzen. Außerdem sind unser Außendienst und der Gebietsverkaufsleiter mit an Bord. Die Anmeldungen für die Roadshow übertreffen unsere Erwartungen, der Handel hat auf eine solche Präsentation offensichtlich gewartet.
"Wir hören den Händlern zu"
GM: Seit Dezember 2001 sind die ersten Demostationen im Handel platziert. Wie reagiert der Handel auf eine derart massive Präsenz während der Launchphase?
Killinger: Ohne den ausdrücklichen Wunsch des Handels hätten wir diese Aktion ja nicht machen können. Wir waren selbst skeptisch, ob sich jemand im Weihnachtsgeschäft schon die Fläche von einer Demostation,wegnehmen" lässt, aber wir sind überall mit offenen Armen empfangen worden. 2000 Units klingt im ersten Augenblick viel, aber es gibt fast 4000 Verkaufsstellen für Videospielsoftware in Deutschland, also sind wir längst nicht überall da, wo es heute schon Software gibt. Ein Großmarkt möchte ja auch mehrere Titel gleichzeitig zeigen, wird also mit Sicherheit nicht nur mit einer einzigen Demostation vorlieb nehmen. Nicht ganz zufrieden waren einige Händler mit der Software in der Demostation, und hier bessern wir gerade nach. Jetzt erhalten die Demostationen eine spezielle Demodisc, die vier spielbare Demos sowie eine Reihe nicht spielbarer Filme enthält. Wenn niemand spielt, wird automatisch auf die attraktiven Filme umgeschaltet. Die Demos sind so ausgesucht, dass sie ohne lange Voreinstellungen die Vorteile der Hardware und der Spiele zeigen. Die Demodisc wird von uns in unregelmäßigen Abständen aufgefrischt und mit neuen Demos und Filmen versehen.
GM: Wie wichtig ist eine derartige Präsenz für den Xbox-Start?
Killinger: Niemand kauft gern die Katze im Sack. Der Endkunde möchte sich von der Xbox überzeugen können. Schließlich sind wir die Neulinge, die sich erst noch beweisen müssen.
GM: Sind sie für den ersten Tag entscheidend?
Killinger: Einerseits schon, auf der anderen Seite gibt es genug Fans, so dass die Nachfrage zum Start ausreichend sein wird. Aber diese Menge ist endlich und wir wollen dem Handel permanente Umsätze bescheren, nicht nur einen Peak in der Launchwoche.
GM: Wird die Zahl der Demostationen nach dem Launch weiter aufgestockt?
Killinger: 2000 Units sind eine vernünftige Größe für das, was wir erreichen können und wollen. In den nächsten Monaten kommt da sicher nichts mehr hinzu, aber mittelfristig ist eine Aufstockung natürlich denkbar.
GM: Wie nimmt der Handel denn das PoS- und Dekorationsmaterial an?
Killinger: Während wir dieses Interview führen, führen wir noch mit vielen Händlern finale Gespräche, auch in unserer Roadshow. Die Reaktionen sind sehr gut, aber eine endgültige Aussage kann ich noch nicht treffen.
GM: Wie war die Resonanz auf die Xbox-Schaufenster?
Killinger: Sicherlich werden wir nicht jede Innenstadt mit Xbox-Schaufenstern pflastern, aber strategisch wichtige Partner haben wir schon unter Dach und Fach. Schaufenster sind aber nicht nur ein Launchthema, sie sind auch darüber hinaus interessant.
GM: Wie unterstützen Sie den Handel nach dem Start?
Killinger: Unsere Betreuung geht von Planungshilfen für das Softwareportfolio über PoS-Material für die neuen Titel bis hin zu buchbaren Sonderaktionsflächen. Wir hören den Händlern zu, und alles, was sinnvoll erscheint, wird auch realisiert.
GM: Wir danken für das Gespräch.