10 Jahre Verband Unterhaltungssoftware Deutschland
Am 13. März 1993 gründeten insgesamt elf Firmen den Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland. Seitdem ist nicht nur die Mitgliederzahl um ein Vielfaches gestiegen, mitunter schwierige Themen wurden und werden erfolgreich bearbeitet.
"Der VUD ist die Interessenvertretung der Entwickler, Hersteller und Distributoren von Unterhaltungssoftware", mit diesem Satz begrüßt der VUD heute zufällige und gewollte Besucher seiner Homepage. In der Tat hat sich der VUD seit seiner Gründung vor nunmehr zehn Jahren zu einem echten Interessenvertreter gemausert. Steter Einsatz für den Jugendschutz
Von anfänglich elf Mitgliedern ist die Zahl bis heute auf rund das Vierfache angestiegen. Bis auf wenige Ausnahmen sind in erster Linie alle wichtigen Spielepublisher im VUD organisiert und bilden so die Grundlage für die Arbeit der beiden Geschäftsführer Hermann Achilles und Ronald Schäfer. Und diese Arbeit ist vielseitig. Ein weites Feld an Themen gilt es im Namen der Branche zu beackern. Zu den thematischen Schwerpunkten, die den VUD seit der Gründung beschäftigen, gehört der Jugendschutz. Gerade heute ist das Thema Jugendschutz im Zusammenhang mit Spielen in Deutschland aktueller denn je.
Der bislang größte Erfolg in diesem Punkt war die Verpflichtung aller VUD-Mitgliedsfirmen ihre Produkte freiwillig von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle prüfen und einstufen zu lassen. Ein weiterer Meilenstein beim Jugendschutz könnte in den nächsten Wochen gesetzt werden. Mit Inkrafttreten des neuen Jugendschutzgesetzes könnte die USK zur offiziellen Prüfinstanz für die dann bindende Altersfreigabe im Spielebereich werden. Damit wäre die Branche dem Ziel Planungssicherheit in Hinblick auf die in Deutschland einzigartigen Jugendschutzbestimmungen einen wesentlichen Schritt näher gekommen. Ein weiteres Thema, das nichts von seiner Aktualität verloren hat, ist das Urheberrecht.
Nicht nur, dass es auch hier zu einer Gesetzesänderung kommen wird, deren Folgen sich derzeit nur schwer absehen lassen. Auch ist es die Piraterie, die nunmehr allen Unterhaltungsbranchen zu schaffen macht. Gemeinsamkeiten im Kampf gegen die nationale wie internationale Piraterie auch über das Internet finden sich viele. So wundert es auch nicht, dass Video- und Gamesindustrie beim Kampf auf dasselbe Pferd, die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), setzen. Die GVU kämpft seit Jahren vor allem gegen die Piraten, die in größerem Umfang Software jeglicher Art und jeden Inhalts illegal kopieren und verbreiten. Zudem hat die Arbeit der GVU wesentlich dazu beigetragen, dass Piraterie von den Strafverfolgungsbehörden ernster und nicht nur als "Kavaliersdelikt" betrachtet wird.
Ein weiteres wichtiges Thema stellt für den VUD die Branchentransparenz dar. Marktforschung und Marktanalyse wurden und werden stetig verbessert, was sich letztlich auch in der Möglichkeit widerspiegelt, analog der Musikbranche Sales Awards zu verleihen. Auch die stete Verbesserung des Images der Industrie gehört zu den zentralen Verbandsaufgaben. Die GC - Games Convention stellt dabei sicherlich einen Höhepunkt im Bemühen um eine breite Öffentlichkeit dar.
Noch viele Aufgaben zu meistern
Aber die Berichterstattung in den Medien nach der Tragödie von Erfurt 2002 hat deutlich gezeigt, dass viele Baustellen noch nicht abgeschlossen sind und vielleicht auch nie abgeschlossen werden können. Insofern liegen vor dem Verband, dessen Gründung am 12. März 1993 beschlossen und am nächsten Tag vollzogen wurde, noch viele Aufgaben und Herausforderungen.