Blizzard-Präsident Mike Ybarra freut sich im Jahresrückblick 2022 über 50 Millionen neue Battle-net-Nutzer:innen und spricht über zahlreiche Anstrengungen, um die Unternehmenskultur zu verbessern. Zudem wurde der langjährige Far-Cry-Produzent Dan Hay ins Boot geholt, der die Leitung des noch unbenannten Survival Games übernehmen soll.

In diesem Jahr wurden etwa 12 Milliarden Stunden Blizzard-Spiele gespielt und 50 Millionen neue Spieler:innen traten der Blizzard-Community bei", resümiert Blizzard-Chef Mike Ybarra auf Basis von internen Daten, die sich auf neu erstellte Battle.net-Accounts berufen, die mindestens ein Blizzard-Game gestartet haben. Darüber hinaus hebt der Blizzard-Frontmann einige Personalien hervor, um die vielfach kritisierte Arbeitssituation und -kultur zu verbessern, darunter Jessica Martinez als Vizepräsidentin für Kultur, Makaiya Brown als DE&I-Leiterin (Diversity, Equity & Inclusion) und J.D. Roux als Chief People Officer.

Auch andere personelle Veränderungen hebt er hervor. Blizzard-Mitbegründer Allen Adham zeichnet fortan als Chief Design Officer und den "Gameplay-first"-Ansatz verantwortlich. Holly Longdale übernimmt nach der Leitung von "WoW Classic" die Executive-Producer-Position über ganz "World of Warcraft". Jared Neuss kümmert sich als Executive Producer von "Overwatch 2" um ein "ganzheitliches" Live-Service-Erlebnis. Die ausführende Produzentin Peiwen Yao übernimmt die Leitung der Co-Entwicklungspartnerschaft für "Diablo Immortal" mit NetEase. April McKee soll als Executive Producer die BlizzCon im nächsten Jahr zurückbringen. Noch ist unklar, ob die Hausmesse in digitaler oder physischer Form stattfinden wird. Neuer Chief Technology Officer ist Blizzard-Veteran Mike Elliott. Last but not least ist Dan Hay nun bei Blizzard beschäftigt. Als General Manager leitet er das Team des noch unbenannten Survival Games. Die Größe des Dev-Teams dieses Titels hat sich in diesem Jahr verdoppelt. 2023 soll es weiter ausgebaut werden. Hay war langjähriger Executive Producer und Creative Director der Far-Cry-Reihe bei Ubisoft, und zwar seit dem dritten Teil.

Ybarra geht in seinem Statement auch darauf an, wie wichtig die Verbesserung der Unternehmenskultur sei und bezeichnet die "Fortschritte bei der Förderung von Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion" als solide. Neben Schulungen und einem vierten Women's Summit ist im letzten Jahr die prozentuale Repräsentation von Frauen und nicht-binären Personen innerhalb des Unternehmens von 22 Prozent auf 25 Prozent erhöht worden. Der Prozentsatz der Mitarbeiter:innen "aus unterrepräsentierten ethnischen Gruppen" ist von 34 Prozent auf 36 Prozent gestiegen. "Dies ist zwar ein Fortschritt, aber wir verpflichten uns, dass unser Fokus auf Kultur und Inklusion ein zentraler Bestandteil unserer täglichen Bemühungen bei Blizzard sein wird", so Ybarra.

Abseits der andauernden Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft war 2022 ein geschäftiges Jahr für Blizzard. Zusammen mit den gewohnten drei Hearthstone-Erweiterungen wurden "Diablo Immortal", "World of Warcraft: Wrath of the Lich King Classic", "Overwatch 2" und "World of Warcraft: Dragonflight" veröffentlicht. Deutlich mehr als im Vorjahr, in dem nur "World of Warcraft: The Burning Crusade Classic" und "Diablo II: Resurrected" erschienen, abermals die Hearthstone-Erweiterungn außen vor gelassen. 2023 steht bisher nur ein Release fest, und zwar der von "Diablo IV" am 06.06.2023. Zudem dürfte dann auch das Mobile Game "Warcraft Arclight Rumble" aus der Tower-Offense-Kategorie mit heldenhaften Charakteren an den Start gehen.

Marcel Kleffmann

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Marcel Kleffmann is Chief of Content of GamesMarket and our B2B and B2C expert for hardware, market data, products and launch numbers with more than two decades of editorial experience.