Anlässlich der Buchmesse hat die Frankfurt University of Applied Sciences ein Statement ihres Professors für Wirtschaftsinformatik, Prod. Dr. Lutz Anderie, veröffentlicht. Darin vergleicht Anderie die Gamesbranche mit der Buchbranche und sieht erstere vor allem dank deren Innovationskraft im Vorteil.

Am 10. Oktober eröffnet zum 70. Mal die Frankfurter Buchmesse. Erwartet werden fast 300.000 Besucher aus der ganzen Welt. Für die Frankfurt University of Applied Sciences und den dortigen Professor für Wirtschaftsinformatik, Prof. Dr. Lutz Anderie, Anlass genug, um einen Vergleich zwischen Buch- und Gamesbranche zu ziehen. Und hier sieht Anderie die Spiele klar im Vorteil. "Die Mediengattung Games übertrifft den Buchmarkt. Dies kann durch die Dynamik und die Innovationskraft des Markts für Computerspiele erklärt werden", sagt Anderie. Die Gamesbranche setze auch im Hinblick auf Geschäftsmodelle, innovative Technologien und schnelle Entwicklungszyklen Benchmarks.

"Der Gamesmarkt weist gleich mehrere Alleinstellungsmerkmale auf - vom Einsatz innovativer Technologien über schnelle Entwicklungszyklen bis hin zu Bezahlmodellen wie Free2play und eSport", erklärt Anderie. "Die Computerspiel-Industrie ist ein fester Bestandteil der Entertainment- und IT-Branche. Der Mix aus faszinierenden Spielerlebnissen, innovativer Technologie, schnellen Produktentwicklungs- und Vermarktungszyklen sowie dem damit einhergehenden Wertschöpfungsprozess führt aus medienökonomischer Sicht zu einer Verortung des Games-Sektors als eigenständige Mediengattung. Im Vergleich zum schwerfälligen und weniger innovationsfreudigen Buchmarkt ist die Mediengattung Games sehr dynamisch."

Die Innovationsfreude kommt aber nicht von ungefähr. Sie ist im Markt schlicht notwendig. "Businessmodelle und Technologien der Games-Branche, die heute noch auf dem neusten Stand sind, gelten in der Computerspiel-Industrie morgen schon als veraltet. Als wesentliche Ursachen für die Dynamik und Schnelllebigkeit der Branche können ein hoher Wettbewerbsdruck, geringe Markteintrittsbarrieren und die Verortung in der Entertainment-Industrie angeführt werden", glaubt Anderie.

Ebenfalls pünktlich zur Buchmesse veröffentlichte Anderie ein neues Games Industry Management Video, das an der SRH Hochschule in Heidelberg aufgezeichnet und im Rahmen der "Game Talent Session den game gestreamt wurde.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
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