Anwaltskanzlei zieht US-Publisher vor den Kadi
Eine klagefreudige US-Anwaltskanzelei will einen Rechtsstreit gegen nahezu alle große US-Publisher führen. Ein Patent aus dem Jahre 1988, das eine Methode zur Darstellung dreidimensionaler Objekte schützt, soll die US-Branche teuer zu stehen kommen.
Die US-Spielebranche sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, jahrelang Patentrechte zur Darstellung von dreidimensionalen Objekten verletzt zu haben, berichtet u. a. "Games Daily". Die texanische Kanzlei McKool Smith hat daher Electronic Arts, Activision, Take 2, Ubisoft, Atari, THQ, Vivendi Universal, Sega, Square Enix, Tecmo, Lucasarts, Namco sowie eine Reihe kleinerer Marktteilnehmer verklagt. Für die Kanzlei ein womöglich lohnendes Unterfangen. Sollte man Recht bekommen, müsste die US-Branche Lizenzforderungen für zahlreiche Spiele aus dem letzten Jahrzehnt nachzahlen. Die Aussichten auf Erfolg scheinen hingegen eher gering. Da das Patent bereits aus dem Jahr 1988 stamme und bisher niemand die entsprechenden Rechte eingefordert habe, sehen sich die beklagten Firmen auf der sicheren Seite. In vergleichbaren Fällen hatten US-Gericht Fingerspitzengefühl bewiesen und offensichtlich unberechtigt und verspätet eingeforderte Patentrechtsklagen abgewiesen.