Asien: Piraten steigen in E-Commerce ein
In Asien herrschen für DVD-Piraten in Sachen Vertrieb und Marketing paradiesische Strukturen. Mittlerweile sind beispielsweise Raubkopien per Internet zu ordern und werden bequem per Post nach Hause geliefert.
In Asien herrschen für DVD-Piraten in Sachen Vertrieb und Marketing paradiesische Strukturen. Mittlerweile sind beispielsweise in Taiwan und Singapur Raubkopien per Internet zu ordern und werden bequem per Post nach Hause geliefert - bisweilen auch in andere Kontinente. Der Trend bei den organisierten Piratenbanden geht nach Informationen der Motion Picture Association of America (MPAA) mittlerweile auch zum Backkatalog. Die Umsatzeinbußen durch illegale Verkäufe stiegen demnach im Jahr 2003 in den 15 asiatischen Staaten um 12 Prozent auf 718 Mio. Dollar. Alleine im vergangenen Jahr seien 13.000 Razzien vorgenommen worden. Den asiatischen Behörden wird jedoch immer noch ein zu lasches Vorgehen gegen DVD-Piraten vorgeworfen. Die Hintermänner blieben meist unbehelligt, nicht zuletzt deswegen, weil sie oft gute Beziehungen zu politischen Institutionen pflegen. In Vietnam machen die sich im Umlauf befindlichen illegalen DVDs glatte100 Prozent des gesamten DVD-Marktes aus, gefolgt von 92 Prozent in Indonesien und 89 Prozent auf den Philippinen. In Indien und Thailand sind es 60 Prozent.