Assassin's Creed-Videospiel soll Kinohit werden
30 Millionen Fans auf der ganzen Welt machen Hollywood Appetit: Das Pirsch&Kill-Game "Assassin's Creed" soll ins Kino kommen.
Das Wettbieten um die Filmrechte an der Videospiel-Serie "Assassin's Creed" hat ein Ende: Filmriese Sony hat das Rennen gemacht und wird die Abenteuer um den lautlosen Attentäter Desmond auf die Leinwand bringen.
Hollywoods Bosse sind nicht umsonst an dem Stoff so interessiert: 30 Millionen Spiele hat Publisher Ubisoft weltweit davon abgesetzt. Im November kommt mit "Assassin's Creed: Revelations" der vierte Teil in die Läden. Weil die Zwischensequenzen des Spieles allein schon großes Kino sind, will Sony die Spendierhosen anziehen und die Verfilmung mit einem üppigen Budget ausstatten.
Dabei ist ein erfolgreiches Spiel noch lange kein Garant für einen erfolgreichen Film. Zuletzt sorgte Jake Gyllenhaal als "Prince of Persia", ebenfalls eine Ubisoft-Lizenz, für lange Gesichter. Der Film spielte in den USA nur 91 Millionen Dollar ein. Das ist eigentlich nicht schlecht, doch angesichts der Fanbase des Spieles hatten sich die Macher mehr erhofft. Neben "Assassin's Credd" möchte Ubisoft übrigens auch die Spieletitel "Tom Clancy's Splinter Cell" und "Tom Clancy's Ghost Recon" verfilmen lassen.
Harrison Ford hat Spaß als Spieletester
Im Mittelpunkt von "Assassin's Creed" steht der Barkeeper Desmond Miles. Er gerät in die Fänge des geheimnisvollen Konzerns Abstergo Industries, der Artefakten auf der Spur ist. Miles wird quasi auf Zeitreise geschickt, nämlich durch die in ihm genetisch verankerten Erinnerungen seiner Vorfahren. Die waren alle Assasinen, gefürchtete Attentäter, und von ihren Missionen erhofft sich der Konzern den Zugriff auf die antiken Schätze.
Die mörderischen Wanderungen des Barmannes Miles durch die Jahrhunderte bieten reichlich Stoff für Spektakel - und die Verquickung von Games und Kino hat längst das Kinopersonal auch abseits der Leinwand erreicht. So macht Schauspieler Ben Becker den Sprecher im kommenden Gamehit "Modern Warfare 3". Harrison Ford testete gerade öffentlich "Uncharted 3" - Spieleheld Drake ist schließlich stark von "Indiana Jones" inspiriert. Fords Fazit: "Aufregend. Wie im Kino ..."